Hauptstadtflughafen

Berliner Nachtflug-Gegnern fehlen 110.000 Unterschriften

58.300 Unterschriften wurden gesammelt - doch für ein Volksbegehren zum Nachtflugverbot am BER fehlen noch etliche Unterstützer.

Der Initiative für ein Nachtflugverbot am neuen Hauptstadtflughafen (BER) fehlen einen Monat vor Ende des Volksbegehrens noch rund 110.000 Unterschriften. Nach neuesten Zahlen der Landeswahlleiterin haben die Initiatoren des Volksbegehrens seit Ende Mai etwa 58.300 Unterschriften gesammelt – nötig für einen Volksentscheid sind bis zum 28. September 173.000.

„Wir sehen das sportlich“, sagte einer der Initiatoren des Volksbegehrens, Herbert Rinneberger. Er gebe die Hoffnung nicht auf. Gleichzeitig bleibe er realistisch: „Es wird natürlich schwierig. Die Zeit läuft uns davon.“

Die Teilnehmer der Kampagne „Aufwachen Berlin“ sind zuversichtlicher. Sie hatten zuletzt nach eigenen Angaben an nur einem Tag rund 13.000 neue Unterschriften gesammelt. Sie sehen darin eine Trendwende im Vergleich zu den Vormonaten.

Damit es mit dem Volksbegehren doch noch klappt, wollen die Teilnehmer der Kampagne in den kommenden Wochen verstärkt auch auf Stadtteilfesten für das Nachtflugverbot werben. Unterstützung bekommen sie dabei von Brandenburgern, die ebenfalls gegen Nachtflüge am BER kämpfen. Sie kommen nach Berlin, um beim Unterschriftensammeln zu helfen. Einen zusätzlichen Schub versprechen sich die Initiatoren auch von den Montagsdemos der Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen Fluglärm.

Die Initiatoren wollen, dass am künftigen Flughafen in Schönefeld von 22 Uhr bis 6 Uhr nicht geflogen wird. Mit dem Volksbegehren fordern sie den Senat auf, dies mit Brandenburg in der gemeinsamen Landesplanung zu verankern.