+++ 15.30 Uhr: Unterlagen müssen innerhalb von vier Wochen vorliegen +++
Die für die Brandschutzanlage am künftigen Berliner Flughafen zuständigen Firmen haben endgültige Planungsunterlagen binnen vier Wochen angemahnt. Nur dann lasse sich der nun für den 17. März 2013 angekündigte Eröffnungstermin einhalten, teilten die Unternehmen Siemens, Bosch und Imtech am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Der neue Zeitplan sei mit der Flughafengesellschaft und der von ihr beauftragten Bauleitung abgestimmt worden. „Basis für diesen Plan ist die von den Firmen erläuterte und zwischen allen Beteiligten vereinbarte abschließende und fehlerfreie Übermittlung aller erforderlichen Planungsunterlagen“ an die Unternehmen „bis Mitte Juni dieses Jahres“, betonten die drei Firmen.
+++ 14.36 Uhr: FDP - Körtgen kannte Terminprobleme+++
Der brandenburgische FDP-Landesvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Gregor Beyer, sagt, dass Geschäftsführer Manfred Körtgen mit seiner Entlassung die Konsequenzen der von ihm verantworteten Versäumnisse zu tragen habe. Körtgen sei anscheinend schon langfristig davon ausgegangen, dass der Termin für die Eröffnung des Airports nicht zu halten war, meint Beyer.
+++ 14.34 Uhr: Körtgen ist für CDU ein Bauernopfer +++
Die eigentliche Verantwortung für das BER-Debakel trägt aus Sicht der Brandenburger CDU Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft.
„Platzeck hat die Geschäftsführung nicht ausreichend kontrolliert oder die Bürger über das Ausmaß der Probleme am BER aufgrund seiner Ahnungslosigkeit getäuscht“, sagt Vize-Fraktionschef im Landtag und CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski.
Für seine Fehler müssten die Steuerzahler zahlen. Die Entlassung des Technik-Geschäftsführers Manfred Körtgen sei ein bloßes Bauernopfer.
+++ 14.08 Uhr: Nachbesserungen beim Lärmschutz angekündigt +++
Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck kündigt an, dass durch den späteren Eröffnungstermin auch Zeit gewonnen wird, um beim Lärmschutz für die Anwohner des Flughafens „nachzuarbeiten und nachzulegen“.
+++ 14.05 Uhr: Keine Eröffnung im Winter +++
Platzeck sagt, dass der neue Eröffnungstermin auch in Abstimmung mit den Fluggesellschaften gewählt wurde. Diese hätten „keine Eröffnung im Hochwinter“ wegen der zusätzlichen Risiken durch das Wetter gewollt.
+++ 14.00 Uhr: Imageschaden für ganze Region +++
Platzeck spricht von einer „dramatischen und unschönen Situation“. Es sei ein Imageschaden für die gesamte Region entstanden.
+++ 13.39 Uhr: Easyjet ist zufrieden +++
Auch Easyjet als Nummer drei am Himmel über Berlin hat sich für einen Termin nach dem Sommerflugplan stark gemacht. Deutschlandchef Thomas Haagensen freut sich, dass mit dem neuen Termin am 17. März 2013 nun für Sicherheit und Klarheit gesorgt sei. „Wir freuen uns auf den neuen Großflughafen BER in 2013 und werden jetzt warten, bis alle Bauarbeiten abgeschlossen sind.“
+++ 13.38 Uhr: Tegel viel zu klein +++
Die bisherige Heimatbasis Tegel sei für das von Air Berlin geplante Drehkreuz für Umsteigeverkehr viel zu klein und völlig ungeeignet, sagt Konzern-Chef Mehdorn. Er hatte sich nach der geplatzten Eröffnung in diesem Juni für einen Betriebsstart Ende Oktober stark gemacht.
+++ 13.27 Uhr: Probleme nicht erkannt +++
Technik-Geschäftsführer Körtgen habe als Verantwortlicher für das Bauprojekt Probleme gehabt, "die Dinge rechtzeitig zu erkennen", sagte Wowereit.
+++ 13.24 Uhr: "Wie ein Paukenschlag" +++
Nach Wowereits Worten kam die Verschiebung für viele Beteiligte „aus heiterem Himmel“, wie ein „Paukenschlag“. Noch kurz zuvor sei dem Aufsichtsrat versichert worden, dass der Eröffnungstermin Anfang Juni zu halten sei.
+++ 13.15 Uhr: Massive Technikprobleme nicht auszuräumen +++
Die technischen Abläufe machen einen früheren Eröffnungstermin als den 17. März 2013 nicht möglich, sagt Wowereit. Damit verzögert sich die Eröffnung noch einmal um gut ein Dreivierteljahr.
+++ 13.08 Uhr: Air Berlin kann neue Ziele nicht bedienen +++
Das Flugprogramm mit den geplanten Langstreckenzielen, die auch über den Winter angesteuert werden sollen, sind mit dem neuen Termin kaum zu realisieren, sagt Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. Das gleiche gelte für geplante zusätzliche Ziele in Übersee. „Wir hätten mit sehr viel Bauchschmerzen eine Verschiebung der BER-Eröffnung auf Ende Oktober hingenommen; auch dies wäre nur mit erheblichem, nur schwer zu bewältigenden Mehraufwand möglich geworden. Diese jüngste Entscheidung greife aber tief in die Geschäftstätigkeit des Berliner Marktführers ein.
+++ 13.03 Uhr: Air Berlin reagiert verärgert +++
Die verspätete Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens bringt Air Berlin in Schwierigkeiten. „Wir erleiden dadurch nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen Imageschaden für unser Drehkreuz, der finanziell kaum zu beziffern ist“, beschwert sich Mehdorn.
„Wir hätten mit sehr viel Bauchschmerzen eine Verschiebung der BER-Eröffnung auf Ende Oktober hingenommen; auch dies wäre nur mit erheblichem, nur schwer zu bewältigenden Mehraufwand möglich geworden“, so Mehdorn. Diese jüngste Entscheidung greife aber tief in die Geschäftstätigkeit ein.
Die Verschiebung treffe Air Berlin viel härter als alle anderen Airlines, die Berlin anfliegen – Air Berlin mit einem Marktanteil von rund 33 Prozent sei die einzige Airline mit einem Drehkreuz und einer wachsenden Anzahl von Umsteigepassagieren in Berlin.
+++ 12.48 Uhr: Tegel bleibt länger geöffnet +++
Die Probleme des Hauptstadtflughafens verlängern den Betrieb des innerstädtischen Berliner Flughafens Tegel. Rechtlich ergibt sich laut Stadtentwicklungsverwaltung kein Problem. „Die Betriebspflicht und die Betriebsgenehmigung enden ein halbes Jahr nach der Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens“, sagt Sprecherin Petra Rohland. Ein Datum ist aber nicht festgelegt.
Im Vorfeld der für 3. Juni geplanten Eröffnung des Neubaus hatten die Betreiber aus Kostengründen noch versucht, unmittelbar nach dem Termin von der Betriebspflicht befreit zu werden. Die Behörden lehnten das ab.
+++ 12.39 Uhr: gmp weist jede Verantwortung von sich +++
Das renommierte Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) hatte in einer Stellungnahme zuletzt jegliche Verantwortung für das Flughafen-Desaster von sich gewiesen. „Als Architekten gmp können wir aber feststellen, dass wir unsere Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllt haben“, heißt es in einem Schreiben vom Beginn dieser Woche. Weiter verwies das Unternehmen auf seine Erfahrung in der Umsetzung von Großprojekten. „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten bereits u. a. die Flughäfen in Berlin-Tegel, Stuttgart und Hamburg geplant und baulich errichtet.
Die Passagiere, die jeden Tag diese Flughäfen benutzen und den neuen Flughafen Berlin Brandenburg nutzen werden, setzen ihr Vertrauen darin, dass die verantwortlichen Planer im Zusammenwirken mit dem Bauherrn Sicherheit und Funktionalität gewährleisten. Dieses berechtigte Vertrauen genießt oberste Priorität.“
Weitere Stellungnahmen lehnte das Büro bislang ab.
+++ 12.23 Uhr: Lufthansa hält neuen Termin für sinnvoll +++
„Wir haben von Beginn an darauf hingewiesen, dass die Eröffnung des Flughafens erst dann sinnvoll ist, wenn ein stabiler und sicherer Flugbetrieb möglich ist“, sagt Lufthansa-Sprecher Peter Schneckenleitner zum neuen Termin. „Wenn das erst im März 2013 gewährleistet ist, ist die Verzögerung zwar bedauerlich, aber richtig.“
+++ 12-07 Uhr: Wowerreit bestätigt offiziell 17. März 2013 +++
Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bestätigt nun offiziell: Der neue Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg wird erst am 17. März 2013 in Betrieb gehen. Die technischen Abläufe machten einen früheren Eröffnungstermin nicht möglich, so Wowereit.
+++ 11.15 Uhr: Körtgen schon nicht mehr auf Liste +++
Flughafenplaner Manfred Körtgen wird nicht als Redner in der Einladung zur Pressekonferenz am Mittag erwähnt.
+++ 10.23 Uhr: Architekturbüro gmp wird Auftrag entzogen +++
Auch für das Architektenbüro gmp, zu dessen Chefs der bekannte Architekt Meinhard von Gerkan gehört, hat das Flughafen-Debakel Konsequenzen. Das Büro gmp war bislang in der Planungsgruppe für den Airport (PGBBI) zuständig für die Planung der technischen Gebäudeausrüstung. Diese Funktion wird gmp entzogen
+++ 10.16 Uhr: Chefplaner Körtgen muss gehen +++
Außerdem verliert Manfred Körtgen, einer der beiden Geschäftsführer der Flughafengesellschaft und technischer Chefplaner des neuen Großflughafens, seinen Posten.
+++ 10.11 Uhr: neuer Eröffnungstermin Mitte März 2013 +++
Der Hauptstadt-Flughafen BER wird erst Mitte März 2013 eröffnet. Das erfährt Morgenpost Online aus Kreisen der Flughafengesellschaft.
+++ 9.56 Uhr: Pressekonferenz in Schönefeld angekündigt +++
Am Flughafen in Schönefeld wollen sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) äußern. Auch der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, und der Sprecher der Geschäftsführung des Flughafens Berlin Brandenburg, Rainer Schwarz, sollen dabei sein. Es soll auch über personelle Konsequenzen gesprochen werden.
+++ 2.40 Uhr: Sondersitzung des Aufsichtsrates beendet +++
Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft will am Donnerstagmittag über die Konsequenzen aus der geplatzten Eröffnung des Hauptstadtflughafens informieren. Das Gremium unter Vorsitz des Berliner Regierungschefs Klaus Wowereit (SPD) beendet am frühen Morgen nach mehr als zehn Stunden Beratung ihre Sondersitzung. Über die Ergebnisse wird nichts mitgeteilt.
+++ 23.18 Uhr: Folgen aus BER-Panne noch offen +++
Die Konsequenzen aus der kurzfristigen Terminabsage für den Hauptstadtflughafen sind noch offen.
+++ 23.16 Uhr: Sitzung zieht sich hin +++
Die Sondersitzung des Aufsichtsrates der Berliner Flughafengesellschaft zieht sich auch nach stundenlangen Beratungen hin.
BMO

