Entspannung

Müßiggang ist aller Laster Anfang? Von wegen!

Achtsamkeit ist der Schlüssel zur Gesundheit. Zeit für Muße und Individualität tut Psyche und Körper gut. Wer sich öfter eine Auszeit gönnt, wird gelassener, kreativer und klüger.

Foto: N. Hochheimer / CHROMORANGE / picture-alliance

Wenn es früher noch hieß, Müßiggang ist aller Laster Anfang, lässt sich heute das Gegenteil feststellen: Viele hetzen ständig von Termin zu Termin, haben kaum noch Zeit für einen spontanen Telefonanruf, laufen wie ein Hamster im Rad endlos, "brennen" für den Job - oft steht am Ende dieser Spirale aus Überforderung und Stress ein Bornout.

Doch es gibt wirksame Methoden, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: Den Alltag entschleunigen mit Pausen, Müßiggang und Achtsamkeit.

Bewusst innehalten und achtsam sein

Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein ganzes Lebenskonzept - nicht nur in sich hineinhorchen und wahrnehmen, was einem gut tut und was einem schadet.

Es bedeutet, täglich mehrmals bewusst innezuhalten, Abstand zu nehmen und wie in einer Meditation nur den momentanen Augenblick wahrzunehmen - und nicht schon wieder an das denken, was in der nächsten halben Stunde erledigt werden muss, und danach und später noch...

Dabei gibt es einfache Übungen, um Achtsamkeit zu trainieren:

- Beginnen Sie gleich nach dem Aufwachen, noch im Bett damit - denken Sie nicht, welcher Termin heute morgen der erste ist und was dabei zu beachten ist. Räkeln Sie sich nochmals genussvoll unter der Decke, spüren Sie, wie wohlig warm das Bett ist und die Wäsche sich an Ihren Körper schmiegt - an die Zehen, die Knie, das Gesäß, Rücken, Arm und Kopf. Stehen Sie erst danach auf, und zwar nicht hektisch, sondern langsam.

- Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Arbeit fahren: Schalten Sie dabei wenigstens für ein paar Minuten mal Handy oder Computer aus, legen Sie das Buch zur Seite. Sehen Sie Ihre Mitfahrer an oder sehen Sie aus dem Fenster und vertiefen Sie sich in die Landschaft oder das Straßenbild, das vorbeizieht. Werten Sie dabei nicht - machen Sie sich zur Maxime "es ist gut, wie es jetzt ist".

- Nehmen Sie sich zum Essen Zeit. Schließen Sie die Augen und schmecken Sie bewusst die verschiedenen Aromen. Achten Sie darauf, wie sich das Essen in jeder Sekunde in Ihrem Mund verändert.

- Wenn Sie Unangenehmes erleben - lassen Sie sich nicht in einen negativen Strudel reißen. Nehmen Sie es einfach wahr, beschäftigen sich aber geistig nicht damit. Betrachten Sie das wie eine Wolke, die am Horizont auftaucht, über Sie hinwegzieht und wieder verschwindet.

Achtsamkeit schafft Oasen im Alltag

Zusätzlich gibt es noch viele weitere Möglichkeit, Achtsamkeit und Gelassenheit zu erlangen.

Schaffen Sie sich in Ihrem Alltag Oasen des bewussten Nichtstuns, machen Sie ein Nickerchen, sind Sie mal faul. Denn Müßiggang ist nämlich nicht aller Laster Anfang, sondern der Weg zu mehr Gesundheit und Glück.

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