Fahrradpendler

Täglich zur Arbeit radeln - So gesund ist Radfahren

Tausche Laufband gegen Sattel: Wer regelmäßig Fahrrad fährt, kann sich das Fitnessstudio sparen. Achim Schmidt von der Deutschen Sporthochschule erklärt, was das Radeln gesund macht. 

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance / dpa

Fahrradpendler können sich den Gang ins Fitnessstudio sparen. "Wer drei- bis viermal pro Woche 30 bis 45 Minuten radelt, der hat alles für seine Gesundheit getan", sagt Experte Achim Schmidt von der Deutschen Sporthochschule Köln. Eine Viertelstunde morgens hin zur Arbeit und die gleiche Etappe abends zurück nach Hause reichen bereits aus, um Übergewicht und typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herzleiden oder Diabetes vorzubeugen.

Kontinuierlich treten beim Radfahren zur Arbeit

Allerdings ist beim Radeln zur Arbeit wichtig, "kontinuierlich zu treten, statt sich ständig rollen zu lassen", betont Schmidt. Das in einem möglichst leichten statt schweren Gang. "Eine hohe Trittfrequenz hat einen besseren Trainingseffekt, außerdem schont das Fahren in leichten Gängen die Gelenke", erläutert der Radsportexperte.

Fahrradfahren wirke sich in vielerlei Hinsicht positiv auf Körper und Geist auf: "Es ist gut fürs Herz-Kreislauf-System, es stärkt die Muskulatur in Beinen, Gesäß, Rücken und Nacken und hält den Bewegungsapparat in Schuss", zählt Schmidt auf. Die Psyche profitiere zum Beispiel vom Tageslicht, das Radler abbekommen, aber ebenso von der Abwechslung: Denn vom Fahrradsattel aus bekommen Pendler unterwegs mehr zu sehen, als wenn sie sich in einen vollen Bus quetschen.

Regelmäßiges Radeln sorgt für Grundfitness

Wer fleißig strampelt und es nicht allzu gemütlich angehen lässt, verbrennt viele Kalorien und erreicht sehr schnell eine Grundfitness, die bleibt. Außerdem hat Radeln etwa im Vergleich zum Laufen den Vorteil, dass sich Ungeübte kaum überfordern können, was kontraproduktiv wäre.

Ein Fehler ist unter Alltagsradlern allerdings weit verbreitet: Das Fahrrad ist zu groß oder zu klein für sie, beziehungsweise Sattel und Lenker sind falsch eingestellt. "Die Leute sitzen oft viel zu tief", sagt Schmidt. Das ist nicht nur anstrengend beim Treten, sondern daneben schädlich für die Kniegelenke. Die Sattelhöhe stimmt, wenn das unten stehende Pedal mit ausgestrecktem Bein und waagerechtem Fuß noch knapp erreicht wird.

Mehr Informationen zu Fitness, Sport und Ernährung bietet das Gesundheitsportal Lifeline. Quelle: lifeline.de