Fahrerlaubnis

Ein Tag in der Fahrschule

Zittrige Hände, Schweiß auf der Stirn, das Hupen des Hintermannes in den Ohren: Fahren lernen ist ein Stresstest. Wir waren dabei

Und nicht den Schulterblick vergessen: Fahrschülerin Luise Reichert (19) mit Fahrlehrer Marius Krüger (32)

Und nicht den Schulterblick vergessen: Fahrschülerin Luise Reichert (19) mit Fahrlehrer Marius Krüger (32)

Foto: Amin Akhtar

Diesmal muss es klappen, das hat sie sich fest vorgenommen. Keine faulen Ausreden mehr, wenn es darum geht, Verkehrsregeln zu pauken. Nicht in Panik geraten, wenn ihr Fahrlehrer sie über eine vielbefahrene Kreuzung schickt. Und immer schön nachfragen, wenn sie etwas nicht verstanden hat. Aber erstmal lässt sich Angelique Schönberg, 34, auf den Beifahrersitz sinken und schnallt sich an. Tief durchatmen.

Es ist ihr zweiter Anlauf auf dem Weg zum Führerschein. Einen ersten Versuch hat sie vor acht Jahren abgebrochen. 800 Euro, einige Schweißausbrüche und schlaflose Nächte hat sie dieser Trip gekostet. Eine zweite Pleite will, nein, darf sie sich nicht erlauben.

„Bist du aufgeregt?“ Marius Krüger zwinkert ihr zu. Der Fahrlehrer ist 32, ein Schlaks, der gut reden kann und noch besser zuhören. Einer, der auch dann die Ruhe bewahrt, wenn hinter seinem blauen VW Tigua ein empörtes Hupkonzert ausbricht, weil ein Schüler nicht in die Gänge kommt. Und das kommt oft vor, sehr oft sogar. Autos mit dem „Fahrschule“-Schild auf dem Dach stehen in der Hierarchie des Straßenverkehrs ganz unten. Nur Mofa- und Radfahrer genießen noch weniger Respekt.

Marius Krüger hat sich damit arrangiert, aber manchmal ärgert es ihn doch. Einmal, sagt er, sei auch ihm der Kragen geplatzt. Da stand er vor einem Stoppschild, neben ihm ein Schüler, der keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, so sehr brachte ihn das Gehupe aus dem Konzept. Marius Krüger hat die Warnblinkanlage angestellt. Er ist ausgestiegen und hat bei seinem Hintermann an die Seitenscheibe geklopft. Am Steuer saß ein Rentner, das hatte er schon im Rückspiegel gesehen. „Typisch“, sagt er, „ältere Fahrer sind immer die ungeduldigsten“. Er sagt, er werde nie den Gesichtsausdruck des Mannes vergessen, als er diesen fragte, ob sie nicht die Plätze tauschen wollten. Dann sehe er, der Hintermann, mal, wie nervig so ein Herumgehupe sei, wenn neben einem ein Fahranfänger sitze, der vor Nervosität zittere. Krüger grinst. Eine gewisse Coolness ist in diesem Job unabdingbar.

Das Auto – ein winziges Klassenzimmer

Marius Krüger ist einer von 900 Fahrlehrern in Berlin. Mit 32 Jahren senkt er das Durchschnittsalter seiner Zunft beträchtlich. Das liegt in der Hauptstadt genauso hoch wie im Rest der Republik, bei 54 Jahren. Die Schüler sind im Schnitt nicht einmal halb so alt wie sie. Es ist wie an allgemeinbildenden Schulen, nur dass das Klassenzimmer in diesem Fall so winzig ist, dass sich Lehrer und Schüler nicht aus dem Weg gehen können. Schließlich sind ihre Brems- und Gaspedale im Fahrschulauto miteinander verbunden. Das birgt ein deutlich höheres Konfliktpotenzial.

Jährlich bereiten Berlins Fahrlehrer 40.000 Schüler auf die Führerscheinprüfung vor. 33,4 Prozent fallen bei der praktischen Prüfung durch, damit liegt Berlin auf der Liste der „Loser-Länder“ auf Platz vier, nach Hamburg (40,4 Prozent), Bremen (35,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (34,4 Prozent). Aber nicht nur deshalb genießt die Zunft kein besonders gutes Image.

Der Fahrlehrer-Beruf ist immer noch eine Männer-Domäne, was vielleicht daran liegt, dass zur Ausbildung ein Lkw-Führerschein gehört. Und einen Brummi zu steuern, trauen sich viele Frauen nicht zu. Männer geben also im Cockpit den Ton an, und man sagt ihnen gerne nach, sie nutzten ihre Macht, um einen auf dicke Hose zu machen. Man hat das Bild eines cholerischen Checkers in den Wechseljahren vor sich, der wenig erklärt, aber umso lauter brüllt, wenn seine Schüler Fehler machen. Der jungen Dingern die Hand aufs Knie legt und sie dort einfach liegen lässt. Der Alpha-Romeo.

Vertrauen ist wichtig

Alles nur Klischees, denkt man, wenn man sieht, wie ruhig und freundlich Marius Krüger Angelique Schönberg die Grundregeln des Unterrichts erklärt. „Wer, glaubst du, trägt in diesem Auto die Verantwortung?“, fragt er sie. „Na, ich“, antwortet die Schülerin. „Nein, wenn wir einen Fehler machen, geht das auf meine Kappe. Ich bin der Führer dieses Fahrzeugs. Wichtig ist es daher, dass du mir vertraust.“

Marius Krüger gehört zu den 30 Fahrlehrern der „mega-Qualitätsfahrschulen“, 27 Männer, drei Frauen. 2001 als Ein-Mann-Firma gegründet, heute sechs Filialen in Wittenau, Tegel, Friedenau, Hermsdorf, Märkisches Viertel und Reinickendorf. „Mega“, das klingt ein bisschen größenwahnsinnig. Doch in der Branche genießt das Unternehmen einen guten Ruf. Von ihren Absolventen bekommt sie Bestnoten. Freundliche Lehrer. Anschaulicher Unterricht. Und es dürfe auch mal gelacht werden. Der Preis liege mit rund 1700 Euro zwar etwas über dem Durchschnitt, schreiben ehemalige Schüler im Internet. Doch dafür sei die Chance hier größer, es schon beim ersten Anlauf zu schaffen. Firmengründer Detlef Spaltmann, 61, wirbt mit einer „Bestehensquote“ von 82 Prozent.

Er ist ihre letzte Rettung

Die „mega“-Flotte besteht aus 50 Volkswagen, alle nachtblau und mit dem gelben Firmenlogo auf der Motorhaube. Marius Krüger stoppt seinen VW Tigua in einer Parkbucht, bevor er mit Angelique Schönberg die Plätze wechselt. Die beiden kannten sich schon, bevor sie sich einen Ruck gab und anmeldete. Beide kommen aus Reinickendorf, und in diesem Dorf, in dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, braucht mega keine PR mehr. Marius Krüger hat schon viele Bekannte durch die Gassen der bürgerlichen Einfamilienhaus-Idylle navigiert. Jetzt hört er sich stirnrunzelnd an, warum er Angelique Schönbergs letzte Rettung ist.

Die Worte sprudeln aus ihr heraus, sie unterstreicht jeden ihrer Sätze mit ausladenden Gesten. Angelique Schönberg kam als 14-Jährige mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Berlin. Sie sagt, ihr früherer Fahrlehrer habe sie schon in der ersten Stunde zum Bahnhof Zoo gejagt, ohne Einführung. Er habe getobt, weil sie in der Aufregung alles verkehrt gemacht habe, was man verkehrt machen könne. Den Schulterblick vergessen. Nicht in die Spiegel geschaut. Und dann auch noch den Motor abgewürgt.

Marius Krüger hat schon viele solcher Geschichten gehört, und sie ärgern ihn jedes Mal wieder. Er liebt seinen Beruf. Es ist mehr eine Berufung, sonst hätte er, der gelernte Elektroanlagenmonteur, nicht umgesattelt. Denn die Arbeitsbedingungen für Fahrlehrer sind nicht gerade arbeitnehmerfreundlich. Die Tage sind lang. Der heutige beginnt für Krüger um 10.30 Uhr und wird damit enden, dass er um 21.30 Uhr von einer Nachtfahrt zurückkommt. Zwischen den Blöcken bleibt nur zehn Minuten Zeit. Marius Krüger nutzt sie, um einen Tee zu trinken oder sich die Füße zu vertreten. Und obwohl Krüger fest angestellt ist, wird er nach Stunden bezahlt. Zwischen zwölf und vierzehn Euro verdienen Fahrlehrer in Berlin, drei Euro weniger als ihre Kollegen in Bayern oder Baden-Württemberg.

Baustein auf dem Weg zum Erwachsen werden

„Der Lohn ist okay, aber die Arbeitszeiten sind das Problem“, findet Peter Glowalla, 75, der 1. Vorsitzende des Fahrlehrer-Verbandes Berlin e.V. Auch weil das Geschäft saisonabhängig sei. Im Sommer brummt es, weil dann die Motorrad-Anfänger ausgebildet werden. Im Winter drehen viele Fahrlehrer dagegen Däumchen.

Keine Arbeit also für Menschen, die einen regelmäßigen Rhythmus mit festen Zeiten brauchen. Eher eine für Menschen, denen die Abwechslung wichtig ist und die Spaß daran haben, ihr Wissen weiterzugeben. Und das, sagt Glowalla, sei im Laufe der Jahre nicht einfacher geworden. Der 75-jährige weiß, wovon er spricht. Bis im vergangenen Jahr hat er selber eine Fahrschule in Neukölln betrieben. Sozialer Brennpunkt, hohe Schulabbrecher-Quote. Er seufzt. Er sagt, so ein Führerschein setze ein gewisses Maß an Bildung voraus, vor allem in der Theorie. Es habe Schüler gegeben, die schon an der Aufgabe gescheitert seien, einen Bremsweg auszurechnen.

Doch Reinickendorf ist nicht Neukölln. Marius Krüger sagt, hier sei die Welt noch halbwegs in Ordnung. Die Geschichten von Fahrschülern, die auch beim dritten oder vierten Mal versagen, kennt er zwar auch, aber nur vom Hörensagen. Bei ihm strengen sich die Schüler richtig an. Der Führerschein, der sei mehr als nur ein Papier. Er sei das letzte Stück, das noch zum Erwachsenwerden fehle.

Angelique Schönberg ist Krügers zweite Schülerin an diesem Tag. Er hat sie in der Reinickendorfer Filiale am Eichborndamm abgeholt. Für die erste Stunde hat sie sich zurechtgemacht wie für ein Vorstellungsgespräch, professonielles Make-Up im Gesicht. Neugierig schaut sie sich um.

Papierformulare? Das war einmal

Die Fahrschule ist ein Ladenlokal, das beinahe leer ist, bis auf einige gepolsterte Stühle in der Wartezone, und zwei Schreibtische. Außer einem Stadtplan und Verkehrsschilder-Magneten auf einer Pinnwand deutet nichts auf die Dienstleistung hin, die hier verkauft wird. An einem Schreibtisch sitzt der Sohn des Firmengründers und Junior-Chef Daniel Spaltmann, 30, vor seinem PC und wertet die Berichte der Fahrlehrer aus. Sein Opa war schon Fahrlehrer, sein Vater - und jetzt eben er.

Anmeldeformulare oder Notizen auf Papier gehören der Vergangenheit an Heute erfassen die Fahrlehrer diese Daten alle mit dem Smartphone und senden sie an den PC. So weiß Daniel Spaltmann auf einen Blick: Die mega-Fahrschüler sind in der Regel zwischen 17 und 21 Jahre alt, deutlich jünger also als Angelique Schönberg.

Die braucht die Fahrerlaubnis mit ihren 34 Jahren dringender denn je. Sie ist Hausfrau und Mutter. Sie sagt, sie könne es kaum erwarten, ihren 13-jährigen Sohn zur Schule und zum Fußballtraining zu chauffieren. Sie freue sich darauf, endlich alleine einkaufen zu gehen, ohne ihren Mann, der kaum etwas mehr hasst als das. Allein schon deshalb muss es diesmal klappen. Vor ihrer Haustür im Märkischen Viertel parkt der Audi A 8 ihres Mannes, eine Limousine mit Automatik, Parkassistent, Tempomat, Sitzheizung und allem, was das Fahren komfortabler macht. „Das ideale Mama-Taxi“, sagt Angelique Schönberg, während sie den Platz mit Marius Krüger tauscht, um sich selber ans Steuer zu setzen.

Es ist wie eine Choreographie

Ein Griff, und sie hat sich den Sitz höher gestellt. Ein bisschen was ist doch hängen geblieben von ihrer letzten Unterrichtsstunde vor acht Jahren. „Weißt du noch, welches Pedal wofür ist?“, fragt Marius Krüger. „Ja, rechts ist Gas, in der Mitte die Bremse und links die Kupplung.“ Angelique Schönberg weiß sogar noch, wie man schaltet – also: in der Theorie. „Den Motor starten, die Kupplung mit dem linken Fuß durchtreten, aber nicht mit Gewalt. In den ersten Gang schalten und den rechten Fuß aufs Gaspedal setzen. Dann gaaaaaanz langsam die Kupplung kommen lassen, und wenn sie greift, etwas mehr Gas geben.“

Aber Schalten steht erst in der nächsten Woche auf dem Stundenplan. Bei dieser Lektion, gesteht Marius Krüger, gerate auch er regelmäßig ins Schwitzen. „Viele Anfänger nehmen beim Linksabbiegen auf der Kreuzung zu schnell den Fuß von der Kupplung und würgen den Wagen ab.“

Heute übt Angelique Schönberg erst einmal die richtige Reihenfolge der Blicke beim Losfahren. „In den Innenspiegel gucken, auf die Straße. In den Innenspiegel, dann wieder nach vorne. Und jetzt nochmal über die linke Schulter.“ Es ist wie eine Choreographie. Irgendwann werden Angelique Schönberg die Regeln in Fleisch und Blut übergegangen sein. Doch jetzt agiert sie auf Zuruf. Glück gehabt. In diesem Moment rollt ein blauer Golf aus dem Toten Winkel. Krüger winkt dem Beifahrer zu. Es ist ein Kollege von der Fahrschule.

Die meisten Schüler sind 21 und älter

Den „Lappen“ erst mit 34? Damit liegt Angelique Schönberg im Trend. Die Fahrschüler werden immer älter. 45 Prozent aller Anfänger in Berlin sind heute 21 und älter. Das liegt nicht nur daran, dass Jugendliche heute später erwachsen werden, weil zwischen Schulende und dem Eintritt ins Berufsleben mehr Zeit vergeht. Es hängt auch damit zusammen, dass das Auto als Statussymbol für die unter 30-Jährigen ausgedient hat. Autos sind teuer, sie kosten nebenbei noch Kfz-Steuern und Versicherungsgebühren – ganz zu schweigen von den Nerven, die die Suche nach einem Parkplatz in den Großstädten wie Berlin verschleißt.

Hier ist man auch ohne fahrbaren Untersatz mobil. U-Bahnen, S-Bahnen oder Busse bringen einen in jeden Winkel der Stadt – und wenn nicht, kann man sich notfalls ein Car-Sharing-Auto mieten, 2,50 Euro pro Stunde, plus Anmeldegebühren. Wer bindet sich da noch einen eigenen Wagen als Klotz ans Bein, wenn er ein Smartphone hat, mit dem er alle diese Angebote koordinieren kann? Und wer braucht überhaupt noch einen Führerschein?

Luise Reichert, 19, schaut irritiert, wenn man sie das fragt. Sie sagt, alle ihre Freunde hätten die Fahrerlaubnis schon. Es sei gar nicht so schlimm, hat sie gehört. Bloß bei den Fahrlehrern müsse man aufpassen. „Einige machen doofe Sprüche.“

Tückische Autobahn

Einige ihrer Freunde haben den Führerschein sogar schon mit siebzehn gemacht. Begleitetes Fahren oder BF 17, so nennt sie sich dieses Programm. Anfänger können früher starten, dürfen aber bis zum 18. Geburtstag nur mit Papa oder Mama auf dem Beifahrersitz fahren. Luise rollt mit den Augen. Sie will Polizei-Kommissarin werden. Ein Führerschein der Klasse B ist dafür Voraussetzung. 1700 Euro sind kein Pappenstiel, aber Luise hat ein bisschen was zur Seite gelegt. Sie hat drei Monate lang in einer Bar gejobbt. Ein Auto ist finanziell noch nicht drin, aber irgendwann, klar, ein eigener Wagen, das ist schon ihr Traum. Welche Marke? „Ein Auto, das fährt.“

Auch die Abiturientin ist Fahrschülerin von Marius Krüger an diesem Tag im Februar. Schmuddelwetter. Der Himmel hängt tief wie eine Decke über Berlin. Luise greift zum Gurt und schnallt sich fest. Nach sechzehn Fahrstunden fühlt sie sich fit, nächste Woche will sie sich zur Prüfung anmelden. Es war kein leichter Ritt, daraus macht sie keinen Hehl. „Das Auf- und Abfahren von der mehrspurigen Autobahn ist am schwierigsten“, sagt sie. Sich in den Verkehr einfädeln, dabei alle Spiegel im Blick behalten, rechten Seitenspiegel, linken Seitenspiegel, Rückspiegel. Und immer die Angst, doch noch jemanden zu übersehen. Hier bewährt sich die Lektion aus der ersten Stunde: der Tote-Winkel-Blick.

Die Nerven flattern

Heute ist nicht Luises Tag. Marius Krüger hat sie zur Stadtautobahn gelotst. Sie üben das „Abbiegen von der Autobahn“. Am Ende der Autobahn-Abfahrt, vor einer roten Ampel, passiert es. Luises Nerven flattern. Sie hatte den Wagen schon gestoppt, rollt dann aber plötzlich weiter. Marius Krüger tritt in die Bremse. Er sagt: „Wenn jetzt ein Polizeiwagen hinter uns stünde, würde mich das den Führerschein kosten.“ Luise beißt sich auf die Lippen. So ein Ärger. Sie kann sich das selber nicht erklären. Aber bis zum Countdown ist ja noch ein bisschen Zeit, um mit Marius Krüger zu üben. Er sagt: „Wir schaffen das schon.“

Wir. An dieses Wort muss man denken, wenn man hört, was Ferdinand Dudenhöffer der Branche prophezeit. Der Autopapst, wie der Professor genannt wird, glaubt, dass Fahrschulen spätestens dann überflüssig werden, wenn sich das automatisierte Fahren durchgesetzt hat. Er sagt, der Lehrer werde dann durch den Bordcomputer abgelöst (siehe Interview). Marius Krüger wird ein bisschen mulmig bei dieser Vorstellung. Die Technik wird künftig eine größere Rolle spielen, das ist ihm klar. Aber kann der Computer tatsächlich alles, was der Mensch kann? Zuhören, erklären, mitfühlen, motivieren?

Das ist sein Kapital. Sonst würden die Schüler nicht kommen. Angelique Schönberg ist sich sicher, dass sie es diesmal mit seiner Hilfe schafft. Lampenfieber habe sie keines mehr, sagt sie und gibt ihm zum Abschied ein Hi-Five. „Und die Theorie schaffe ich jetzt auch.“