Wie sind Sie auf die Projektidee gekommen?

Petra Skiebe-Corette: Ich habe in einer schwedischen Grundschule ein Mädchen gesehen, das mit Experimentiermaterialien ein Auto konstruiert hat. Die Schülerin war überzeugt, dass sie Ingenieurin bei Volvo werden will. So technikbegeistert und selbstbewusst wollte ich auch die Berliner Mädchen sehen.

Warum sollen sich gerade Grundschüler mit Naturwissenschaften beschäftigen?

Die Kinder sind noch nicht in der Pubertät und haben noch nicht mit ihrem Rollenbild zu kämpfen. Sie verfügen über ein breites Grundinteresse, das gefüttert werden muss.

Wie werden die Kinder in dem Projekt „Tuwas“ gefördert?

Vor allem über das praktische Arbeiten. Sie machen Experimente zu Themen wie Stromkreise und Ökosysteme. Dabei lernen sie das wissenschaftliche Arbeiten kennen, von der Hypothese bis zur Dokumentation.

Wie sind Sie Wissenschaftlerin geworden?

Eigentlich wollte ich Lehrerin für Biologie und Theologie werden. Da ich aber mehr darüber wissen wollte, wie das Gehirn funktioniert, habe ich in der Neurobiologie promoviert. Im Anschluss habe ich in den USA über das Nervensystem geforscht.