Interview

Tänzerin Madlen Engelskirchen - „Mit Mitte 30 ist Schluss“

Ihre Karriere begann mit 15 Jahren an der Royal Ballet School in London. Seit 2011 ist Madlen Engelskirchen im Ensemble des Friedrichstadt-Palastes. Ein Gespräch über die Vor- und Nachteile des Jobs.

Foto: Massimo Rodari

Madlen Engelskirchen, Tänzerin im Ensemble des Friedrichstadt-Palastes. Seit sie 15 ist, tanzt sie professionell.

Wie lange tanzen Sie, und war es schon immer Ihr Traumberuf?

„Ich tanze seit August 2011 hier im Ensemble. Meine professionelle Ballettausbildung habe ich mit 15 Jahren an der Royal Ballet School in London begonnen. Später wechselte ich an die Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Danach kam ich für ein zweiwöchiges Praktikum beim Ballett des Friedrichstadt-Palastes nach Berlin. Bei einem privaten Vortanzen konnte ich glücklicherweise überzeugen. Auf keiner anderen Bühne weltweit kann ich so häufig und so vielseitig – und vor fast einer halben Million Gäste im Jahr – auftreten. Mein Traumberuf war es auf jeden Fall schon immer! Mit sieben Jahren habe ich angefangen.“

Wie alt sollten Kinder mindestens sein?

„Ich würde jedem Kind empfehlen, so circa mit sechs Jahren anzufangen. Allerspätestens jedoch mit zehn sollte man Tanzunterricht nehmen oder auf eine Tanzschule gehen, wenn man später professionell tanzen möchte. Am Friedrichstadt-Palast werden die Kinder zehn Jahre lang begleitet, ausgebildet und von einem professionellen Team um Direktorin Christina Tarelkin betreut.“

Wie lange kann man vom Tänzer-Beruf leben?

„Bei den meisten ist mit Mitte 30 leider Schluss mit der Karriere. Deswegen ist es wichtig, dass man sich rechtzeitig um einen PlanB bemüht und beispielsweise nebenbei Praktika macht, um in andere Berufe reinzuschnuppern.“