Schwimmen

Britta Steffen - Wenn Kinder mit Sport erwachsen werden

Britta Steffen stand schon oft auf dem Siegertreppchen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Die 29-jährige Schwimmerin hat Rekorde erschwommen, aber sie hat auch manche Niederlage erlebt.

Foto: Britta Pedersen / dpa

23 Medaillen hat Britta Steffen bei Olympischen Spielen, Weltmeister- und Europameisterschaften erschwommen. Hier erklärt die 29-Jährige, wie sie eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen wurde.

Berliner Morgenpost: Wie wurden Sie Schwimmerin?

Britta Steffen: Ich wollte eigentlich nur mein Seepferdchen machen, doch dann blieb ich im Verein, weil mir das Schwimmen viel Spaß machte. Mein erstes Ziel war es, im Verein die Beste zu werden. Später wollte ich auch an den Olympischen Zielen teilnehmen. In der ersten Klasse hatte ich einmal Training, in der fünften fünfmal pro Woche. Als ich in der siebten Klasse an die Sportschule nach Potsdam wechselte, war nur sonntags frei. Zeit für Freunde hatte ich kaum, meist war die Trainingsgruppe für mich der Ersatz für Familie und Freunde.

Hatten Sie auch mal keine Lust zu schwimmen?

Ich bin mit dem Sport groß geworden. So wie man von klein auf zur Schule geht, ging ich danach zum Training, das war für mich völlig normal. Ich liebte es, abends kaputt nach Hause zu kommen, etwas Leckeres zu essen und dann ins Bett zu fallen. Klar gibt es Tage, an denen ich lustlos bin, aber Stöhnen ist die halbe Arbeit. Wenn ich erst mal begonnen habe zu trainieren, habe ich Spaß dabei.

Ist das Leben als Schwimmerin so, wie Sie es sich als Kind erträumt haben?

Als Kind denkt man, wenn du Olympiasiegerin bist, dann bist du der glücklichste Mensch unter der Sonne. Ich habe auch die Schattenseiten erlebt, daher bin ich dankbar, dass ich so viele Erfahrungen sammeln durfte und dass ich nach allen Entbehrungen weiß, dass die Familie das Wichtigste für mich ist!