Am Donnerstagmorgen ist die Polizei mit mehreren Mannschaftswagen nach Kleinmachnow ausgerückt. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gegenüber dieser Redaktion mitteilte, werde gegen drei Männer im Alter von 24, 25 und 40 Jahren ermittelt. Es steht der Verdacht der Geldwäsche und der Verschleierung von illegalen Vermögenswerten im Raum. Auch eine bekannte Clan-Größe soll dabei im Fokus der Ermittlungen stehen.
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Razzia in Kleinmachnow: Villa von Abou-Chaker unter Marktwert verkauft?
Wie die Berliner Morgenpost nun erfuhr, soll Arafat Abou-Chaker im Visier der Behörden sein. Bei den Untersuchungen soll es insbesondere um den Erwerb einer Villa auf dem Zehlendorfer Damm in Kleinmachnow gehen. Diese soll 2022 für die Hälfte des Verkehrswertes und zum Mindestgebot von 7,4 Millionen Euro an einen Sohn des früheren Bushido-Managers gegangen sein. Jetzt wird die Angelegenheit strafrechtlich untersucht.
Der Pressesprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigte sich auf Anfrage überaus zufrieden mit dem Einsatz. Dieser sei ein wichtiges Zeichen des Rechtsstaates. „In den letzten Jahren sind Protagonisten aus der Abou-Chaker-Familie immer wieder durch Straftaten aufgefallen, und auch wenn es ruhiger um sie geworden ist, reden wir eben nicht auf einmal über unbescholtene Bürger. Wenn man die Hydra der Organisierten Kriminalität wirklich nachhaltig bekämpfen möchte, muss man sie da treffen, wo es ihr am meisten wehtut, beim Geld“, so Jendro.
Genau deshalb sei es so wichtig, Finanzströme offenzulegen und zu verhindern, dass weiter illegales Vermögen aus dem Drogenhandel, der Prostitution oder auch der Schutzgelderpressung in den legalen Kreislauf gespült werde, fügte der GdP-Sprecher abschließend hinzu.
Polizei durchsucht sieben Objekte bei Großrazzia in mehreren Bundesländern
Die Razzia in Kleinmachnow war jedoch nicht die einzige an diesem Tag: Wie die Verantwortlichen gegenüber dieser Redaktion bestätigten, fanden auch in Berlin, in den Brandenburger Landkreisen Potsdam und Barnim sowie in Essen und Recklinghausen (jeweils Nordrhein-Westfalen) Durchsuchungen statt. Man sei deutschlandweit mit rund 50 Einsatzkräften an den sieben Objektdurchsuchungen beteiligt gewesen, hieß es von der Polizei.


