In einem Waldgelände nahe des Tesla-Werks in Grünheide wurde eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden. Dies bestätigte das Ordnungsamt der Gemeinde der Berliner Morgenpost. Wie Ordnungsamtsleiter Nico Bauermeister sagte, kann die Bombe nicht entfernt werden, sondern muss vor Ort beseitigt werden. Dies soll am Sonnabend passieren, sagte der Leiter des Ordnungsamtes in Grünheide, Nico Bauermeister. Dafür sollen bis dahin mehrere Gewerbebetriebe evakuiert werden, die sich im Radius des Sperrkreises befinden.
Keine Auswirkungen soll der Bombenfund zunächst auf das nahe Protestcamp haben, das sich im gleichen Wald befindet. In dem Waldstück wenden sich seit Ende Februar Umweltaktivisten mit einer kleinen Siedlung aus Baumhäusern und Zelten gegen die Erweiterung des Tesla-Geländes. Das Unternehmen plant den Ausbau um mehrere Hektar. Unter anderem soll ein Güterbahnhof errichtet werden. Die gefundene Bombe befindet sich auf der Fläche, auf der Tesla sein Werk ausdehnen will.
Die Bombe „englischen Fabrikats“ sei der Gemeinde Grünheide am Mittwoch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gemeldet worden, sagte Bauermeister. Sie sei nicht transportfähig und müsse daher gesprengt werden. „Die Planungen laufen derzeit noch, es werden aber mindestens zwei Sprengmeister eingesetzt“, ergänzte ein Sprecher des Innenministeriums.
Der Fund kommt für die Akteure vor Ort nicht überraschend. „Wenn der Kampfmittelräumdienst unterwegs ist, können die natürlich immer was finden“, sagte Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide. Auch Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte bereits im April vor einer möglichen Belastung des Waldstücks mit alten Kampfmitteln gewarnt. Die Frage führte zu einem Streit mit dem Umweltministerium.
Bereits im April hatte Brandenburgs Innenminister vor möglichen Gefahren durch alte Kampfmittel in dem Gebiet gewarnt. . Die Frage führte zu einem Streit mit dem Umweltministerium. „Wir halten die Gefährdung für sehr hoch“, sagte Stübgen damals im Innenausschuss des Landtags. Er hatte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) aufgefordert, das Risiko von Kampfmitteln klären zu lassen.
In dem Wald, in dem die Bombe gefunden wurde, befindet sich auch ein Protestcamp von Umweltaktivisten, die gegen die dort geplante Werkserweiterung von Tesla protestieren.
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jst/dpa


