Versteigerter Ort

Versteigertes Dorf Alwine sucht nach neuem Investor

Vielleicht eine neue Chance für das Brandenburger Dorf Alwine: Nach dem Käufer-Rückzug könnte ein anderer den Zuschlag bekommen.

Die letzten Einwohner von Alwine

Schimmel, undichte Dächter, Erdlöcher: Warum ein Dutzend Leute trotzdem noch in Alwine lebt. Die Siedlung in Brandenburg wurde für 140.000 Euro versteigert. Was der anonyme Käufer mit dem 16.000 Quadratmeter großen Areal vorhat, ist unklar.

Die letzten Einwohner von Alwine

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Berlin. Nach dem angekündigten Rücktritt des Erwerbers wird ein neuer Käufer gesucht. Es habe nach der Auktion im Dezember weitere Anfragen von Interessenten gegeben, sagte Auktionator Matthias Knake, Geschäftsführer des Auktionshauses Karhausen in Berlin. „Wir werden jetzt mit diesen Personen in Kontakt treten und mögliche Lösungen besprechen.“

Ende des Jahres hatte ein nicht genannter Käufer das Areal mit einigen maroden Häuern, in denen 15 Menschen leben, für 140.000 Euro ersteigert. Das Mindestgebot lag bei 120.000 Euro. Das Objekt besichtigte er jedoch erst anschließend. „Anfang des Jahres schrieb er dann, dass er aus „gesundheitlichen Gründen" vom Kauf zurücktritt“, sagte Knake. Das werde jetzt juristisch geprüft.

Alwine soll nicht noch einmal versteigert werden

Gleichzeitig wird nach seinen Angaben nach einer schnellen Lösung gesucht, auch im Interesse der Bewohner. Alwine solle aber nicht noch einmal in einer Auktion angeboten werden, sagte er. Zwei Brüder hatten die Anlage von der Treuhand im Jahr 2001 für 95.000 Mark erworben. Nach Angaben von Knake konnten jetzt die Verträge eingesehen werden. Auflagen an die Käufer gab es damals nicht.

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