Ernennung

Kunstmäzen Hasso Plattner jetzt Ehrenbürger von Potsdam

Der Software-Milliardär schenkt der Stadt nicht nur ein Museum. Die Laudatio auf ihn hielt ein anderer prominenter Förderer.

Der Milliardär Hasso Plattner schenkt Potsdam das Museum Barberini

Der Milliardär Hasso Plattner schenkt Potsdam das Museum Barberini

Foto: STAR-MEDIA / imago

Wenige Stunden vor der Eröffnung seines Museums Barberini in Potsdams historischer Mitte ist der Kunstmäzen Hasso Plattner mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden. „Wir ehren einen Bürger, der sich auf unsere Stadt eingelassen hat, auf unsere Vorstellungen und auch auf die Diskussionen“, sagte der Fernsehmoderator Günther Jauch am Freitag in seiner Laudatio vor 600 Gästen im Potsdamer Nikolaisaal.

Damit spielte Jauch darauf an, dass Plattner sein Museum ursprünglich anstelle des ehemaligen DDR-Interhotels am Havelufer bauen wollte. Nach heftigen Protesten von Bürgern zog er den Plan zurück und baute das Palais Barberini am Alten Markt gegenüber dem Landtagsschloss wieder auf.

In neuem Licht - Das Museum Barberini eröffnet in Potsdam

Der 72 Jahre alte Milliardär Plattner hatte 1998 das nach ihm benannte Institut für Software-Systemtechnik an der Universität Potsdam gegründet und mit enormen Summen ausgestattet. Mit Millionenspenden für die historische Fassade und das Kupferdach des Landtagsschlosses setzte er später deutliche Akzente für den barocken Wiederaufbau der Potsdamer Mitte.

Plattner ist nach Angaben von Stadtsprecher Stefan Schulz der 46. Ehrenbürger Potsdams. Diese Auszeichnung wurde seit 1822 unter anderem an den Generalgartendirektor Peter Joseph Lenné, den Naturforscher Alexander von Humboldt und im Jahr 1933 an Reichspräsident Paul von Hindenburg verliehen. Unter den ausgezeichneten Bürgern ist bislang keine Frau.

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