Wölfe Brandenburg

Geköpfter Wolf - DNA-Proben für Ermittlungen gesammelt

In Brandenburg werden Wölfe illegal gejagt. Zwei wurden erschossen, einer davon geköpft. Die Polizei ermittelt: Sie wertet auf der Suche nach den Tätern auch menschliche DNA-Proben aus.

Ermittler haben nach dem Auffinden eines geköpften Wolfes in Südbrandenburg DNA-DNA-Proben von befragten Personen genommen. „Die Abnahme der Proben ist inzwischen abgeschlossen“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam, Dietmar Keck. „Jetzt werten wir aus.“ Unklar sei bislang, ob die Ermittler durch die Proben Hinweise zu dem Hergang bekommen. Angaben, wie viele Proben genommen wurden, machte Keck keine.

Bereits Ende Dezember 2014 war bei Hirschberg (Elbe-Elster) an der Grenze zu Sachsen der getötete und geköpfte Wolf entdeckt worden. Zuvor hatte sich ein solcher Vorfall im August bei Lieberose (Dahme-Spreewald) abgespielt.

Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz. In Brandenburg gibt es rund 14 Wolfsrudel, sie leben vor allem im Süden. Neben den Rudeln gibt es mehrere Einzeltiere. Das sagt das Landesumweltamt.

Kosten zum Schutz vor Wölfen müssen Tierhalter selbst tragen

Während die Rückkehr des Wolfes von Seiten der Landesregierung und von Umweltschützern ausdrücklich begrüßt und auch gefördert wird, gibt es bei der Landbevölkerung Vorbehalte. Begründet wird dies unter anderem damit, dass immer wieder Nutztiere wie Schafe oder Ziegen den Tieren zum Opfer fallen.

Entschädigt werden die Halter dafür nur, wenn sie nachweisen können, dass sie zuvor entsprechende Schutzvorrichtungen getroffen haben, wie etwa Elektrozäune oder Ställe. Die Kosten dafür wiederum trägt in Brandenburg der Tierhalter selbst. Im angrenzenden Sachsen ist dies anders: Dort gibt es finanzielle Zuschüsse.

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