Das Trinkwasser im Landkreis Dahme-Spreewald weist teils bedenklich hohe Werte von giftigem Uran auf. Im Wasserkraftwerk Wildau lag die Uran-Konzentration in diesem Jahr mehrmals nahe am Grenzwert, wie aus einer Antwort von Umweltministerin Anita Tack (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Landtag hervorgeht. Mitte August wurde danach sogar einmal der Höchstwert von 0,010 Mikrogramm pro Liter überschritten. Etwa 6000 Einwohner von Wildau und Königs Wusterhausen werden mit Trinkwasser aus diesem Wasserwerk versorgt.

„Mittelfristig“ soll das Uran entfernt werden

Das im Trinkwasser festgestellte radioaktive Schwermetall stammt aus einem in der DDR zur Waschmittelherstellung verwendeten Phosphat. Abwässer aus der Produktion eines Waschmittels wurden auf Rieselfeldern ausgebracht, aus denen nun Uran in das Grundwasser bis nach Wildau gelangt.

Laut Umweltministerium plant der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) „mittelfristig“, das Uran durch eine spezielle Aufbereitungsanlage aus dem Wasser zu entfernen. Eine Einstellung des Betriebs des Wildauer Wasserwerks sei bislang nicht vorgesehen. Das in der Nähe gelegene Wasserwerk Bestensee hatte bereits vor drei Jahren seinen Betrieb eingestellt.

dpa/seg