Nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft hat ein Potsdamer Familienvater Revision gegen das Urteil eingelegt. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Potsdam am Freitag mit.
Der 34-Jährige ist wegen versuchten Mordes verurteilt worden, weil er seine Frau mit einer 16,5 Kilo schweren Hantel ins Koma geprügelt hat. Hintergrund der Gewalttat war ein ständiger Streit um die Erziehung der drei gemeinsamen Kinder, der im Juli 2013 eskalierte. Das Opfer liegt seitdem im Wachkoma. Laut Urteil soll ihr Mann 300.000 Euro Schmerzensgeld zahlen sowie eine monatliche Rente von 500 Euro.
Der 34-Jährige hatte im Prozess gestanden, immer wieder auf seine 38 Jahre alte Frau eingeschlagen zu haben. Die Chinesin erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Seine Verteidigung hatte die Tat lediglich als schwere Körperverletzung bewertet. Die Richter gingen jedoch von Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus.
Das Paar war zum Tatzeitpunkt rund zehn Jahre verheiratet.
dpa/sei



