Binnen 24 Stunden sind in Brandenburg zwei Wohnhäuser explodiert. Dabei kam in Wittenberge am Montag eine Frau ums Leben. Sie wurde im Nachbarhaus gefunden. Es handelt sich um eine 55-Jährige. Ein 47-jähriger Bewohner wurde in dem explodierten Haus schwer verletzt aus den Trümmern gerettet. Das Reihenhaus wurde vollständig zerstört, die Explosion löste einen Brand aus. Die Detonation beschädigte mehrere Nachbarhäuser teilweise schwer. Zwei Familien mussten ihre Häuser verlassen. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Erst am Vorabend war ein Einfamilienhaus in Teltow in die Luft geflogen. Menschen wurden hier nicht verletzt.
In Wittenberge kamen nach Polizeiangaben 20 Feuerwehrfahrzeuge, zwei Notarztwagen und zwei Rettungswagen zum Einsatz. Beamte der Landes- und Bundespolizei sowie Mitarbeiter der Stadt Wittenberge und der Stadtwerke sicherten den Unglücksort weiträumig ab. Notfallseelsorger betreuten die Anwohner der angrenzenden Häuser. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks suchten in den Trümmern nach weiteren Verletzten. Es würden aber keine Menschen vermisst.
Die stark einsturzgefährdeten Nachbarhäuser mussten abgestützt werden. Es war zunächst unklar, ob die Gebäude noch bewohnt werden können. Zur Unglücksursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Unglücksort sei völlig verwüstet, sagte eine Polizeisprecherin. Aufschluss erhoffe man sich von der kriminaltechnischen Untersuchung durch Experten des Landeskriminalamtes am Dienstag.
Am Sonntagabend hatte eine Explosion ein Einfamilienhaus in Teltow verwüstet. Die Bewohner dieses Hauses, eine dreiköpfige Familie, waren während der Explosion nicht zu Hause. Der komplette Dachstuhl stürzte ein. Auch ganze Wände wurden herausgerissen und gaben den Blick auf die Zimmer frei. Die Höhe des Schadens war vorerst nicht bekannt.
Bei beiden Explosionen war laut der Polizei Gas im Spiel. Bei dem Einfamilienhaus in Teltow gibt es nach Polizeiangaben Hinweise auf eine manipulierte Gasleitung. Die Kriminalpolizei ermittelt hier gegen Unbekannt wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Einen Zusammenhang zwischen beiden Unglücken gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht.
dpa/sei


