Mehrere hundert Erzieherinnen sind am Donnerstagvormittag in Potsdam zu einem Protestzug zusammengekommen. Im Rahmen von bundesweiten Kita-Streiks kämpfen sie für mehr Lohn und einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz.

In Brandenburg sind nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di von Streiks in Kindertagesstätten und Horten am heutigen Donnerstag bis zu 5000 Kinder betroffen.

Gestreikt werden sollte in Brandenburg unter anderem in Falkensee, Neuruppin, in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen und Eichwalde, Letschin (Oderbruch) und Wandlitz/Basdorf.

Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und den Gewerkschaften Ver.di und GEW waren nach einem Arbeitgeber-Angebot am Dienstagabend in Frankfurt/Main vertagt worden. Sie sollen am kommenden Montag in Fulda fortgesetzt werden.

Dabei geht es neben dem Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz der bundesweit rund 220.000 Erzieherinnen auch um mehr Lohn. In ihrem Angebot haben die Arbeitgeber unter anderem einen Anspruch auf eine Gefährdungsanalyse am Arbeitsplatz vorgeschlagen.

Die Arbeitgeber hatten Streiks als widerrechtlich bezeichnet und vor einer Teilnahme gewarnt. Sie verwiesen auf Urteile in Kiel und Hamburg. Diese seien aber für Brandenburg nicht relevant, unterstrich Ver.di.

dpa/mim