Auf Brandenburgs Straßen ist es am Pfingstwochenende einschließlich Freitag zu mindestens 630 Unfällen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden drei Menschen getötet und rund 120 verletzt. Besonders am Montag führte der Rückreiseverkehr auf etlichen Autobahnen des Landes in Richtung Berlin vorübergehend zu kilometerlangen Staus. Dabei waren die A115 und A10 am Dreieck Nuthetal, die A24 zwischen Fehrbellin und Kremmen sowie die A11 zwischen Pfingstberg und Joachimsthal besonders betroffen.
Auf der Bundesstraße 246 zwischen Wendisch Rietz und Storkow (Oder-Spree) geriet am frühen Montagmorgen ein 20-jähriger Autofahrer in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Wagen gegen einen Baum. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.
Ein 54-jähriger Arbeiter einer Autobahnmeisterei wurde am Sonntagnachmittag am Autobahndreieck Spreewald von einem Wagen erfasst und tödlich verletzt. Der Mann kam noch in ein Krankenhaus, starb dort aber wenig später. Wo die A13 Berlin-Dresden und die nach Cottbus führende A15 aufeinandertreffen, habe ihn ein 82 Jahre alter Autofahrer wohl übersehen, berichtete ein Polizeisprecher. Der Unglücksfahrer blieb unverletzt.
Bereits am Freitagabend war ein 54-jähriger Autofahrer nahe Kantow (Ostprignitz-Ruppin) von der Straße geraten und gegen einen Baum geprallt. Der offensichtlich nicht angeschnallte Mann starb noch an der Unfallstelle.
Einige zehntausend Euro Schaden entstanden bei Unfällen auf den Autobahnen A24 Berlin-Hamburg und A111, bei denen sechs Menschen zumeist schwer verletzt wurden. Als sich ein 19-jähriger Fahrer am späten Samstagabend mit seinem Pkw auf der A111 an der Anschlussstelle Stolpe (Oberhavel) einfädeln wollte, wechselte er laut Polizei gleich auf die linke Spur und kollidierte dort mit einem anderen Wagen. Insgesamt fünf Insassen beider Autos erlitten schwere Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Sachschaden soll rund 20.000 Euro betragen.
Bereits am frühen Samstagmorgen fuhr ein 24 Jahre alter Pkw-Fahrer auf der A24 zwischen der Raststätte Walsleben und der Anschlussstelle Herzsprung auf einen Lastwagen auf. Er verletzte sich dabei und kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Ein Alkoholtest ergab 1,17 Promille. Die Bergung der Fahrzeuge und Reinigung der Fahrbahn führte zu einem rund zehn Kilometer langen Stau. Hier wurde der Schaden auf etwa 25.000 Euro beziffert.
Schwer verletzt wurden zwei 20 und 21 Jahre alte Männer, deren Wagen am frühen Sonntagmorgen in einer Linkskurve zwischen Schönborn und Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) von der Strecke abkam, sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Tags zuvor hatte sich auch auf der Landstraße zwischen Kauxdorf und Bönitz (Elbe-Elster) ein Pkw mehrfach überschlagen und war dann auf dem Dach gelandet. Die 45-jährige Fahrerin trug schwere Verletzungen davon. An beiden Autos entstand Totalschaden.
Zwei Schwerverletzte waren die Bilanz eines Auffahrunfalls in der Nacht zum Samstag auf der A9 Leipzig-Berlin. Dabei schleuderten die beiden beteiligten Autos gegen die rechte und mittlere Leitplanke, bevor sie stehen blieben. Während der 42-jährige Unfallfahrer mit dem Schrecken davonkam, wurden seine beiden 69 und 37 Jahre alten Mitfahrer mit schweren Verletzungen in ein Potsdamer Krankenhaus gebracht. Der 50-jährige Fahrer des anderen Wagens und seine 48 Jahre alte Begleiterin trugen leichte Verletzungen davon.
dpa/sei


