Ein Lastwagen-Unfall auf dem südlichen Berliner Ring hat am Sonnabend komplizierte Bergungs- und Reinigungsarbeiten sowie einen stundenlangen Stau nach sich gezogen. Auf der Fahrbahn nahe Genshagen (Teltow-Fläming) verteilten sich laut Polizei unzählige Schrauben, Nägel und Möbelteile. Aus dem gerissenen Tank lief Diesel aus, der sich mit ebenfalls austretendem Öl mit Regenwasser vermischte. Die Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) wurde gesperrt und der Verkehr abgeleitet.
Kurz vor 6 Uhr war der polnische Sattelschlepper zwischen den Anschlussstellen Ludwigsfelde West und Rangsdorf ins Schleudern geraten und in die Mittelleitplanke gefahren, wobei die Zugmaschine stehen blieb und der Auflieger umkippte. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon, andere Fahrzeuge waren nicht verwickelt. Ein nachfolgender Lastwagenfahrer habe geistesgegenwärtig gestoppt und seinen Wagen über die drei Fahrbahnspuren quergestellt, um zu verhindern, dass noch mehr passiert, erläuterte ein Polizeisprecher in Potsdam.
Ursache für den schweren Unfall eines Lastwagens auf dem südlichen Berliner Ring am Samstag war nach Aussage des Fahrers ein Sekundenschlaf. Deshalb sei er mit dem Lkw gegen die Mittelleitplanke geprallt und habe danach die Kontrolle über ihn verloren, teilte die Polizei am Sonntag mit.
Wegen der aufwendigen Räumung war die A10 rund elf Stunden lang voll gesperrt. Der anhaltende Regen behinderte das Binden des Öls und Dieseltreibstoffs. Der Unfall ereignete sich in einer kleinen Senke. Zeitweise erreichte der Stau eine Länge von zwölf Kilometern.
dpa/sh



