An einem versuchten Brandanschlag auf das Gelände der Gedenkstätte des ehemaligen KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann in Ziegenhals (Dahme-Spreewald) sollen vergangene Woche möglicherweise zwei Aktivisten der Freien Deutschen Jugend (FDJ) beteiligt gewesen sein. Das berichtet das Magazin „Spiegel“ vorab.
Nach Angaben der Polizei waren am Mittwoch gegen 2 Uhr drei verdächtige Personen im Alter von 25 bis 32 Jahren in der Nähe der Gedenkstätte in einem Kleinwagen mit gefälschtem Berliner Kennzeichen aufgefallen. Zwei der Verdächtigen, die festgenommen wurden, stammen aus Berlin, einer aus dem Raum Hannover. Bei der Suche in der Umgebung des Pkw entdeckten die Beamten einen noch nicht gezündeten Brandsatz. Die Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen einen Anschlag auf Baufahrzeuge geplant hatten, die seit vorigem Dienstag beim Abriss der Gedenkstätte eingesetzt sind. Gegen das Trio laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung sowie Urkundenfälschung. Laut „Spiegel“ handelt es sich bei einem der Festgenommenen um einen FDJ-Aktivisten, der eine Protestkundgebung gegen den Abriss für den 5. Mai angemeldet hatte. Der zweite FDJ-Anhänger sei Publizist mit Spezialkenntnissen zu Lenin.
pol



