Die größte märkische Agrarschau war von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eröffnet worden. Er sicherte der Landwirtschaft Unterstützung zu. Beim Ausbau von leistungs- und wettbewerbsfähigen Strukturen könnten die Bauern auf die Landesregierung zählen.

„Die Landwirtschaft und die ländlichen Räume bleiben für die Zukunft Brandenburgs von großer Bedeutung“, wird der Regierungschef von der Staatskanzlei zitiert. Der SPD-Politiker kritisierte die niedrigen Preise für Agrarprodukte. „Es ist nicht als normal anzusehen, dass Milch billiger ist als Mineralwasser.“

An der BraLa beteiligen sich 710 Aussteller und Züchter. Publikumsattraktionen sind die Tierschauen und die Präsentation von alter und neuer Landtechnik. Politischer Höhepunkt ist an diesem Freitag die traditionelle Landesbauernversammlung mit rund 1000 Teilnehmern. Dazu werden Vertreter der großen Parteien erwartet, die ihre Position zur Landwirtschaft erläutern können.

Die BraLa zeige, was das Leben auf dem Land ausmacht, von Viehzucht über Gastronomie bis zum ländlichen Handwerk und Agrartechnik, meinte Platzeck. Wünschenswert sei ein wachsendes Bewusstsein dafür, wie viel Arbeit in landwirtschaftlichen Produkten steckt. Er verwies darauf, dass die Agrar- und Ernährungswirtschaft zu den Wachstumsbranchen im Land zählen, auf die sich die Wirtschaftsförderung konzentriere. Es werde nicht zugelassen, dass die seit der Wende entwickelten Strukturen in der Landwirtschaft durch die Krise zerschlagen würden.

Der agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Kornelia Wehlan, fordert für die Landwirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung zur Überwindung der Krise. Es sollte die Benachteiligung beim Agrardiesel beseitigt werden. Notwendig seien für ausreichend Liquidität auch Bürgschaften, zinsgünstige Kredite und ein Vorziehen der Prämienzahlungen.

dpa/Sp