Der suspendierte Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz, Georg Dürrschmidt (CDU), hat am Dienstag vor Gericht die Aussage zum Vorwurf des Besitzes von Kinderpornografie verweigert. Stattdessen erklärte seine Verteidigung zum Prozesauftakt vor dem Amtsgericht Senftenberg, der 50-Jährige sei unschuldig. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fünf Zugriffe auf das Internet zum Beschaffen von Kinderpornografie zwischen Oktober 2004 und Januar 2007 vor. In zwei dieser Fälle soll es beim Versuch des Herunterladens geblieben sein, aber auch dies sei bereits strafbar.

Dagegen argumentierte die Verteidigung des Landrates, ihr Mandant sei an jenen Tagen gar nicht zu Hause gewesen. Dazu legte sie dem Gericht entsprechende Beweismittel vor, zum Beispiel Rechnungen, Fotos und Tankquittungen. Die Vorwürfe gegen den verheirateten Familienvater waren im Dezember öffentlich geworden, nachdem Dürrschmidt eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro nicht bezahlt hatte. An diesem Mittwoch sollen sachverständige Zeugen zweier Landeskriminalämter gehört werden. Vorerst sind vier Prozesstage bis Anfang März vorgesehen. dpa/sei