Sucht

CDU-Vize will Alkohol nachts verbieten

Alkoholverbot zwischen 22 und 8 Uhr – das könnte nach Ansicht von Brandenburgs CDU-Vize Sven Petke eine Möglichkeit seit, Alkoholmissbrauch von Jugendlichen einzuschränken. Gewalt und Trunkenheit am Steuer würden in Berlins Nachbarbundesland immer mehr zum Problem.

Der brandenburgische CDU-Vize und Innenexperte Sven Petke hat ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol gefordert. In einem Brief an Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) und Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) warb Petke nun um Unterstützung. „Die Erfahrung lehrt, dass besonders junge Leute am Wochenende und in den Nachtstunden sich Alkoholnachschub an Tankstellen besorgen“, sagte Petke.

Der Alkohol wirke als Gewalt-Katalysator. Wenn die Alkoholabgabe an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen zwischen 22 und 8 Uhr gänzlich untersagt würde, ließe sich ein entscheidender Faktor relativ einfach beheben.

„Der Alkoholmissbrauch durch Jugendliche wird in Brandenburg leider zu einem ansteigenden Problem“, schrieb Petke. Dies sei nicht nur im Hinblick auf die damit einhergehende Suchtproblematik kritisch zu sehen. „Denn unter Alkoholeinfluss geschehen in dieser Altersgruppe herausgehoben viele Gewalttaten.“ Die Auswirkungen seien in der jährlich wachsenden Zahl dieser Straftaten in der polizeilichen Kriminalstatistik abzulesen.

Beim Alkoholverkauf an Tankstellen bestehe darüber hinaus die Gefahr, dass sich mancher Fahrer im angetrunkenen Zustand ans Steuer setzt und damit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. „Alkohol hat im Straßenverkehr ohnehin keinen Platz. Insofern ist es mir gänzlich unverständlich, dass alkoholhaltige Produkte das oftmals zentrale Sortiment unserer Tankstelle ausmachen.“

Zuvor hatte der Deutsche Brauereibund vor einem nächtlichen Verkaufsverbot von Bier an Tankstellen und Kiosken gewarnt. Damit würde die Existenz dieser Verkaufsstellen gefährdet, hieß es in einem Brief an die Ministerpräsidenten der Länder, über den die „Bild“- Zeitung berichtete.