Statistisch gesehen haben die Brandenburger viel Platz in ihrem Bundesland und leben zu mehr als 80 Prozent nicht allein. Frauen sind in der Überzahl, wie der aktuelle Jahresbericht des Statistischen Amtes Berlin-Brandenburg 2014 ausweist. Die Berliner Morgenpost stellt die wichtigsten Erkenntnisse zum Stichtag am 31. Dezember 2013 vor.

Lage Brandenburg ist mit 29.654 Quadratkilometern das fünftgrößte Bundesland. 267 Kilometer lang ist allein die Grenze zu Polen. Die höchste Erhebung ist der Kutschenberg bei Großkmehlen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 201 Metern. Der höchstgelegene Ort ist Finsterwalde im Landkreis Elbe-Elster mit 108 Metern.

Bevölkerung 2.449.193 Menschen leben in Brandenburg. 38.351 mehr Frauen als Männer. 83 Bewohnern steht im Schnitt jeweils ein Quadratkilometer zur Verfügung. Zum Vergleich: In Bayern sind es 179. Am dünnsten besiedelt ist die Prignitz mit 36 Bewohnern pro Quadratkilometer, danach kommen die Uckermark und Ostprignitz-Ruppin mit 39. Die Bevölkerung nimmt 2013 um 318 Bewohner ab: 29.678 Brandenburger sterben, 18.355 Kinder werden geboren. 69.375 Menschen ziehen zu, 27.402 weg. 2013 leben in Brandenburg 58.724 Ausländer. Unter den 613 eingebürgerten Bewohnern stammen 410 und damit die meisten aus Europa.

Lebensformen In Brandenburg gibt es 344.300 Familien – 220.000 mit einem Kind und 102.400 mit zwei Kindern. In 21.900 Familien sind drei und mehr Kinder zu Hause. Etwas über die Hälfte (54,5 Prozent) der Eltern sind verheiratet, in Bayern liegt der Wert bei gut 73 Prozent. 17,1 Prozent leben in Brandenburg in einer Lebensgemeinschaft. Der Anteil der Alleinerziehenden liegt bei 28,4 Prozent. Eingetragene Partnerschaften sind nicht erfasst. 1.136.500 sind verheiratet, 929.400 ledig. 187.300 geschieden, 187.200 verwitwet. 2013 werden 5003 Ehen geschieden. 1.978.400 Brandenburger, 81,1 Prozent, wohnen in Mehrpersonenhaushalten, 462.00 alleine.

Einkommen Von den 1.237.600 Privathaushalten verfügen 164.500 über weniger als 900 Euro netto. 204.000 haben zwischen 900 und weniger als 1300 Euro. 109.400 Haushalten stehen 1300 bis 1500 Euro zur Verfügung, 214.500 Haushalte wirtschaften mit 1500 bis 2000 Euro. 192.000 Haushalte verfügen über ein Einkommen von 2000 bis 2600 Euro, 349.700 Haushalte haben 2600 Euro und mehr zur Verfügung. Ermittelt wird das Einkommen durch den Zensus. Dabei wird ein Prozent aller Brandenburger Haushalte befragt und das Ergebnis dann hochgerechnet. Die Arbeitslosenquote liegt Ende 2013 bei 9,6 Prozent. 263.432 Brandenburger pendeln täglich zur Arbeit in andere Bundesländer. Wie viele es nach Berlin sind, ist nicht erfasst.

Verkehr: In Brandenburg fährt es sich gefährlich. Bei 81.162 Unfällen sterben 170 Menschen, 2487 werden schwer verletzt. Ein bundesweiter Spitzenwert. Das liegt am starken Durchgangsverkehr, aber auch daran, dass auf den vielen Alleenstraßen zu schnell gefahren wird. 2013 sind 1.616.136 Fahrzeuge gemeldet, 12.381 mehr als im Jahr 2012. Davon 1.337.091 Autos, 106.826 Motorräder, 2345 Omnibusse und 115.429 Lastwagen.

Freizeit Die Brandenburger treiben gern Sport im Verein. 2931 Sportvereine mit 321.254 Mitgliedern sind 2013 registriert. Mit Abstand am beliebtesten ist Fußball (79.561 Mitglieder), es folgen Gymnastik (18.509), Volleyball (12.965) Handball (11.730) und Reiten (11.001). 24.413 Mitglieder sind im Behindertensport organisiert.

Bildung 857 Schulen gibt es im Land, davon 469 Grundschulen, 33 Gesamtschulen 146 Oberschulen, 99 Gymnasien und 93 Förderschulen. 724 Schulen sind staatlich, 133 in freier Trägerschaft. An den drei Universitäten und neun Hochschulen sind 25.472 Studenten eingeschrieben.