Panzer verlegt

100.000 Euro Straßenschäden nach Bundeswehr-Manöver

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Mit 40 Panzern rollte die Bundeswehr im November durch Brandenburg. Der so genannte „Verlegungsmarsch“ verursachte erhebliche Schäden an Bundes- und Landstraßen. Kosten: rund 100.000 Euro.

Ein Panzer-Manöver der Bundeswehr hat auf Landes- und Bundesstraßen im Havelland eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach ersten groben Schätzungen entstünden zur Beseitigung der Schäden Kosten in Höhe von etwa 100 000 Euro, erklärte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der Linke-Fraktion im Potsdamer Landtag.

Etwa 40 Panzer der Bundeswehr waren Mitte November nachts durch die Mark gerollt. Bei dem Manöver handelte es sich um einen sogenannten Verlegungsmarsch, der Bestandteil der Ausbildung bei den Streitkräften ist.

Autobahn-Verfugung hielt tonnenschwere Panzer nicht aus

Die tonnenschweren Panzer verursachten laut Innenministerium Schäden an den Fahrbahnrändern und Mittelinseln der Bundes- und Landesstraßen L 88, L 96, B 188, B 5 und B 115. Betroffen seien die Ortsdurchfahrten Beelitz-Heilstätten, Steckelsdorf, Lietzow, Berge und Döbern. Zudem sei auf der Autobahn 10 zwischen dem Autobahndreieck Potsdam und der Raststätte Michendorf Süd der neu eingebrachte Fugenverguss auf einer Länge von über zwei Kilometern herausgefahren.

Gegenüber Medien hatte sich ein Bundeswehr-Offizier bereits entschuldigt. Innenminister Schröter versicherte, dass der Bund alle Kosten für die Beseitigung der Schäden trage. Ein Ausgleich für die Erfassung der Schäden gebe es dagegen nicht.

Schröter regte an, vor der Genehmigung von Marschübungen durch den Landesbetrieb Straßenwesen künftig Auflagen zur Geschwindigkeitsreduzierung „in sensiblen Bereichen“ und die Möglichkeit der Begleitung der Manöver durch die Polizei zu prüfen.

( dpa/seg )