Der Fraktionschef der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat im Potsdamer Landtag mit seiner Rechtfertigung der anti-islamischen „Pegida“ Demonstrationen für einen Eklat gesorgt. „Herr Gauland, Sie sind der Brandstifter“, rief die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher am Mittwoch in einer erregten Debatte über die Flüchtlingspolitik. „Sie können ihre Hände nicht in Unschuld waschen, wenn wieder Asylbewerberheime brennen.“ SPD-Fraktionschef Klaus Ness warf Gauland vor, aus der Not der Flüchtlinge politisches Kapital schlagen zu wollen. „Sie mobilisieren übelste Ressentiments, um bei den nächsten Umfragen zwei bis drei Prozent höher zu kommen.“

Gauland hatte zuvor erklärt, die Menschen demonstrierten zu Recht gegen eine verfehlte Asylpolitik. Der überwiegende Teil der in Deutschland lebenden Asylbewerber in Deutschland sei weder politisch verfolgt noch Flüchtling.

Der CDU-Abgeordnete Dieter Dombrowski forderte die Kirchen auf, in die Debatte einzugreifen. Hilfe für die Flüchtlinge sei eine christliche Pflicht und es sei Aufgabe der Kirchen, daran zu erinnern, „dass es christliche Werte sind, die das Abendland ausmachen.“

dpa