Zwischen Asylbewerbern ist es in Forst (Spree-Neiße) zu einer Massenschlägerei gekommen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. 17 Männer befinden sich in Polizeigewahrsam, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte. Auslöser für die Eskalation in dem Asylbewerberheim nahe der polnischen Grenze am Dienstagabend soll ein Streit zwischen Schwarzafrikanern und Tschetschenen gewesen sein. Die Beteiligten seien unter anderem mit Latten aufeinander losgegangen. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung.

Die Schlägerei konnten die Beamten zunächst stoppen. Einige Stunden später habe es in einem weiteren Standort des Heims in derselben Straße erneut eine Schlägerei gegeben, teilte die Polizei mit. Auch hier seien Beamte eingeschritten. Bei den Männern, die die Polizei in Gewahrsam nahm, soll es sich um Tschetschenen handeln.

Nähere Angaben zu den Verletzten konnten zunächst nicht gemacht werden. Mit Dolmetschern will die Polizei nun die Hintergründe klären. Nach Angaben des Landkreises sind in den beiden Standorten zusammen derzeit 240 Menschen gemeldet. Die Asylbewerber kommen demnach aus Tschetschenien, Somalia, Syrien, Afghanistan, Kamerun, Eritrea und dem Tschad.

Erst Anfang August hatte in es Berlin in einer Flüchtlingsunterkunft eine Massenschlägerei mit bis zu 100 beteiligten Personen gegeben. In Tempelhof waren syrische Staatsangehörige und Tschetschenen aneinandergeraten. Fünf Personen wurden verletzt, acht Tatverdächtige festgenommen. Es gab Anzeigen wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

BM