Kampfmittelexperten haben am Donnerstag in Wittenberge (Prignitz) eine Weltkriegsbombe entschärft. „Problemlos konnten die mechanischen Zünder abgedreht und gesprengt werden“, sagte Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann (parteilos) am Mittag. Der 1000 Meter große Sperrkreis um den Fundort sei aufgehoben worden.

Die 250-Kilo-Bombe amerikanischer Bauart war vor einer Woche bei Deichbauarbeiten an der Stepenitz entdeckt worden. Am Donnerstagmorgen mussten etwa 2000 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsstätten, darunter auch Teile des Fahrzeuginstandhaltungswerks der Bahn, verlassen.

Stadtverwaltung und Polizei prüften anschließend, ob der Sperrkreis auch tatsächlich geräumt worden ist. Es ist nach Angaben des Ordnungsamtes die erste Bombe dieser Größe, die in der Stadt entdeckt worden ist und unschädlich gemacht werden muss.

Wegen der Entschärfung waren nach Angaben der Bahn die Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Berlin in beiden Richtungen über Stendal umgeleitet worden. Die Fahrzeiten verlängerten sich dadurch um 30 bis zu 45 Minuten.

Im Regionalverkehr fuhren auf der Regionalexpresslinie 2 (Berlin–Wismar) zwischen Wittenberge und Ludwigslust Busse statt Bahnen. Auch für den RE6 (Berlin–Wittenberge) fuhren ab Perleberg Ersatzbusse.

Auch die B189 war im Bereich Wittenberge für den Autoverkehr gesperrt.

dpa/mim