Der Vorsitzende der Brandenburger CDU-Fraktion, Dieter Dombrowski, macht im Landtagswahlkampf den Weg frei für einen Wechsel an der Spitze. Sein Stellvertreter, CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Michael Schierack, solle in der kommenden Woche zu seinem Nachfolger gewählt werden, sagte der 62-Jährige am Dienstag in Potsdam.
„Es geht darum, Klarheit zu schaffen, wer die CDU Brandenburg in den Wahlkampf führt.“ Bis zur Landtagswahl im September 2014 solle die Partei als eine Kraft mit einer Person auftreten, erklärte Dombrowski.
„Wir sind im Wahljahr und es zeichnet sich ab, dass es ein harter Wahlkampf wird“, sagte der scheidende Fraktionschef. Er scheue sich nicht, jeden ihm möglichen Beitrag zu leisten, mit dem die CDU beim Wähler punkten könne. „Keiner von uns sollte sich zu wichtig nehmen. Das sind wir nämlich nicht.“ Schierack genieße auch weiterhin seine volle Unterstützung. Es habe innerhalb der Partei kein böses Blut gegeben, betonte Dombrowski.
SPD-Fraktionschef skeptisch zur Personalrochade
SPD-Fraktionschef Klaus Ness äußerte sich dagegen skeptisch zu der Personalrochade in der größten Oppositionsfraktion. Er sei sich nicht sicher, ob der personelle Wechsel bei der CDU der letzte bis zur Landtagswahl im September bleiben werde, sagte Ness. Schierack habe es bislang nicht geschafft, an Profil und Bekanntheit im Land zu gewinnen. Seiner Meinung nach gebe es Unstimmigkeiten in der CDU, so der SPD-Politiker. Vor der Wahl werde es von der SPD keine Koalitionsaussage geben.
Der 47-jährige Arzt und Spitzenkandidat Schierack gab als Ziel erneut aus, die aktuelle rot-rote Landesregierung um SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke abzulösen. Im Wahlkampf wolle er auf sachliche Themen setzen, sagte Schierack. Darauf hoffte auch Linken-Fraktionschefin Margitta Mächtig.
Schierack kündigte an, Dombrowski als Stellvertreter an der Fraktionsspitze vorzuschlagen. Dieser hatte die Fraktion seit September 2012 geführt. Er war damals auf Saskia Ludwig gefolgt, die zuvor Fraktions- und Landeschefin gewesen war.
dpa/jkw





