Eine Fünf-Zentner-Weltkriegsbombe ist am Freitagmittag bei Hohen Neuendorf (Oberhavel) gesprengt worden. „Alles ist wie am Schnürchen abgelaufen. Es gab keine Komplikationen. Schäden sind bisher nicht bekannt“, sagte Stadtsprecherin Ariane Fäscher.

Etwa 1200 Bewohner in Hohen Neuendorf und weitere 800 Menschen im benachbarten Birkenwerder mussten den zwei Kilometer großen Sperrkreise verlassen. Der Fundort wurde mit Strohballen und jeder Menge Sand gesichert.

Probleme wegen des Sturmtiefs „Xaver“ habe es nicht gegeben. Wegen eines defekten Aufschlagzünders konnte die Bombe amerikanischer Bauart weder abtransportiert noch vor Ort entschärft werden.

Evakuierung in Oranienburg

Erst am Donnerstag war eine ebenfalls fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Oranienburg (Oberhavel) gesprengt worden. Rund 12.000 Menschen hatten dafür den Sperrkreis verlassen müssen.

Besonders heikel: Der Blindgänger lag zwischen zwei Wohnblocks im Erdreich verborgen. Auch bei ihm war der Zünder so verrottet, dass die Bombe weder entschärft noch abtransportiert werden konnte. Zum Glück blieben größere Schäden aus.

dpa/mim