Das Büro von Architekt Meinhard von Gerkan soll das neue Potsdamer Sport- und Freizeitbad auf dem Brauhausberg planen. Baustart soll Ende 2014 sein. Die Verträge wurden unterschrieben, wie die Stadtwerke Potsdam am Sonnabend mitteilten.

Das neue Bad soll ein 50-Meter-Sportbecken mit zehn Bahnen, einen Sprungbereich mit Drei-Meter-Brett, ein Lehrschwimmbecken sowie einen Freizeitbereich bekommen. Ende 2016 soll es fertig werden.

Nach dem brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer (1907-2012) versucht sich damit erneut ein international bekanntes Planungsbüro am Potsdamer Schwimmbad-Neubau.

In die Gesamtkosten für das Projekt von 31,5 Millionen Euro sei ein Sicherheitspuffer von 15 Prozent einkalkuliert worden, teilten die Stadtwerke mit.

„Das wirtschaftlich beste Angebot“

Der erste Anlauf des Brasilianers scheiterte 2007 an zu hohen Kosten. Die Stadt Potsdam hatte 30 Millionen Euro für den Bau veranschlagt. Niemeyers Entwurf sollte aber fast 20 Millionen Euro mehr kosten. Nach hitzigen Diskussionen sollte eine stark abgespeckte Version für 29,7 Millionen Euro entstehen. Da es keine festen Zusagen für Fördermittel vom Land gab, wurde das Niemeyer-Projekt auf Eis gelegt.

Auch nach den frisch unterschriebenen Verträgen gibt es erneut eine Kostendebatte. Nach einem Bericht der „Potsdamer Neusten Nachrichten“ vom Sonnabend fordert die Stadt-FDP eine Wiederholung der Bürgerbefragung von 2012. Bei der Umfrage waren noch Baukosten in Höhe von 23 Millionen Euro im Gespräch. „Der mit Abstand teuerste Entwurf kam zum Zuge“, kritisierte CDU-Kreischefin Katherina Reiche in der „Märkischen Allgemeinen“.

Stadtwerke-Geschäftsführer Wilfried Böhme betonte: „Das Büro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) unterbreitete in der Gesamtschau aller Aspekte das wirtschaftlich beste Angebot.“

dpa/sei