Bei der kontrollierten Sprengung einer Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe am Donnerstag im Oranienburger Ortsteil Lehnitz sind erhebliche Schäden entstanden.

Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, muss ein Wohnhaus direkt am Ort der Sprengung komplett abgerissen werden. Weitere Häuser wurden beschädigt, können aber wieder instand gesetzt werden. Eine genaue Schadenssumme lag noch nicht vor.

Die Bombe amerikanischer Bauart war am Donnerstagmittag gesprengt worden.

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) rief zu einer Spendenaktion auf, da Versicherungen für solche Schäden oft nicht aufkämen. Betroffene sollten daher ihre Schäden bei der Stadt melden.

Rund 3500 Menschen hatten für die Sprengung ihre Wohnungen verlassen müssen. Der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr von und nach Berlin war seit Mittwochmorgen unterbrochen. Es war zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen. Im Schienenersatzverkehr waren Busse eingesetzt. Auch der InterConnex-Zug von Berlin Hauptbahnhof nach Rostock und zurück musste am Mittwoch und Donnerstag umgeleitet werden. Die Sperrungen wurden nach der Sprengung wieder aufgehoben.

Eine Entschärfung des Blindgängers war laut Kampfmittelräumdienst nicht möglich. Es handelte sich um einen Blindgänger mit einem chemischen Langzeitzünder. Sie lag umgeben von Gartengrundstücken und Einfamilienhäusern in vier Metern Tiefe.

BM