Binnen weniger Tage hat die Entschärfung von Bomben in Potsdam erneut zu Behinderungen geführt. Drei Bomben sind am Montag in Potsdam im Wildpark unschädlich gemacht worden.
Nach Angaben der Stadt wurde ein 100 Kilogramm schwerer russischer Sprengkörper entschärft sowie jeweils ein 250 und 500 Kilogramm schweres Exemplar gesprengt. „Alles lief wie geplant“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow.
Kurz nach 11.20 Uhr wurde der Sperrkreis von 1,2 Kilometer wieder aufgehoben. Zuvor mussten etwa 300 Menschen ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Sprechers waren etwa 150 Beamte von Polizei, Stadt, Feuerwehr und Bahn im Einsatz. Die Züge der RB22 wurden umgeleitet.
Die Sprengung von Bomben hat in diesem Monat bereits mehrfach zu Behinderungen geführt. Seit 1990 war es der 146. Einsatz dieser Art. Erst vor zehn Tagen hatte es hier eine Bombenbeseitigung ohne Probleme geben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war in diesem Monat bereits mehrfach in Potsdam im Einsatz. Erst vor knapp einer Woche hatten Experten eine 250 Kilogramm schwere Bombe unschädlich gemacht.
500-Kilo-Bombe dürfte zu spüren gewesen sein
Es ist bereits die sechste 250-Kilo-Weltkriegsbombe, die in diesem Jahr in Potsdam entschärft wurde. Seltener ist der Fund eines 500 Kilogramm schweren Exemplars. Nach Angaben des Stadtsprechers war es seit 1990 erst die achte Entschärfung dieser Art.
Der Wildpark war in den vergangenen Monaten gezielt abgesucht worden. Die Arbeiten auf dem etwa 40 Hektar großem Gelände sind laut Stadtverwaltung vorerst beendet. Entlang der Nuthe soll die Suche nach Weltkriegsbomben fortgesetzt werden.
dpa/ap





