Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in diesem Jahr bereits die vierte 250-Kilo-Weltkriegsbombe in Potsdam entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke hat den Blindgänger russischer Bauart in knapp zweieinhalb Stunden unschädlich gemacht und die Überreste eines 20-Kilo-Blindgängers in der Nähe des Potsdamer Bahnhofs Pirschheide gesprengt.

Routiniert habe Schwitzke den Zünder der Fünf-Zentner-Bombe abdrehen können, hieß es. „Alles hat reibungslos funktioniert. Der Sperrkreis konnte schnell wieder freigegeben werden“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow.

Sperrungen schnell aufgehoben

Diesmal sei zudem alles sehr viel schneller gegangen, weil im Waldstück beim Bahnhof kaum Anwohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Nur eine Tankstelle und ein Erotikshop mussten während der Entschärfung geschlossen werden. Zudem wurde die Bundesstraße 1 gesperrt und die Bahnlinie RB22 zwischen Potsdam und Flughafen Schönefeld unterbrochen.

Zuletzt mussten Ende September 9000 Menschen aus der Potsdamer Innenstadt ihre Wohnungen verlassen, weil in der Nuthe am Humboldt-Ring ebenfalls ein Weltkriegsblindgänger entschärft werden musste.

Nach Aufhebung des Sperrkreises normalisierte sich der Verkehr schnell. „Viele Autofahrer hatten sich auf die B1-Sperrung eingestellt. Nachdem die Straße wieder freigegeben wurde, rollte der Verkehr hier in normalen Bahnen“, sagte Brunzlow.

Insgesamt waren 84 Mitarbeiter von Stadtverwaltung, Landes- und Bundespolizei im Einsatz.

BM