Trotz der Veröffentlichung von Fotos des mutmaßlichen „Maskenmannes“ hat die Polizei bisher nur wenige Tipps aus der Bevölkerung erhalten. „Wir hatten uns mehr Hinweise erhofft“, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam. „Wir überlegen gerade, wie wir mehr bekommen können.“

Rund eineinhalb Wochen nach der Veröffentlichung der Bilder lägen 26 Hinweise vor. Eine heiße Spur sei nicht darunter. „Wir sind uns aber sicher, dass wir den Richtigen haben“, sagte der Sprecher.

Dem Verdächtigen aus Berlin wird unter anderem vorgeworfen, einen Manager in Storkow (Oder-Spree) im Oktober 2012 entführt zu haben. Dabei trug der Täter eine Maske. Außerdem soll er im Vorjahr mit Schusswaffen die Familie eines Berliner Unternehmers in Bad Saarow angegriffen haben. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Vor seiner Festnahme Mitte September hatten Ermittler ihn seit März 2013 beobachtet. In der Zeit veränderte der Mann mehrmals sein Aussehen.

Bisher hatte es geheißen, dass der 46-Jährige zu den Vorwürfen schweige. Die Polizei bittet daher die Öffentlichkeit um Hinweise. Je nach Qualität der Tipps sei nicht ausgeschlossen, dass erneut größer angelegte Durchsuchungen gestartet würden, sagte der Polizeisprecher.

dpa/mim