Im Berliner Ortsteil Schmargendorf sind am Montagmorgen die Vorbereitungen zur Entschärfung einer russischen 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg angelaufen. Die Anwohner eines 400 Meter großen Sperrkreises an der Hubertusallee müssen ihn bis 10 Uhr verlassen haben. Anschließend prüfe die Polizei, ob dies vollständig erfolgt sei, sagte ein Sprecher.
Geräumt werden müssen auch drei Altenheime und ein Heim für Demenzkranke. Gegen 12 Uhr soll dann die Entschärfung beginnen. Dabei wird es auch kurzfristig zu Umleitungen von Buslinien kommen. Bis 15 Uhr hofft die Polizei, dass die Aktion beendet sein wird.
Die Polizei hatte nach der Entdeckung des Sprengkörpers am Donnerstag Infoblätter in sämtlichen betroffenen Häusern verteilt.
Wohnheim für Demente im Sperrkreis
Den Anwohnern steht nach Polizeiangaben die Hildegard-Wegschneider-Oberschule an der Lassenstraße als Aufenthaltsort zur Verfügung. Auch der bezirkliche Seniorenklub an der Herthastraße wird Montag nicht öffnen.
Bauarbeiter waren bei Ausschachtungsarbeiten für den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück Hubertusallee 54 auf die Fliegerbombe gestoßen. Der Sprengkörper lag in etwa zweieinhalb Meter Tiefe – zwischen zwei Stahlpfeilern, die zuvor in den Boden gerammt worden waren.
Drei Buslinien umgeleitet
Wie berichtet, wurde die Polizei kurz darauf alarmiert und sperrte den Bereich um die Kreuzung Hubertusallee und Franzensbader Straße zunächst für den Verkehr ab. Drei Buslinien wurden vorübergehend umgeleitet. Polizeifeuerwerker hatten die mit einem mechanischen Aufschlagzünder versehene Bombe untersucht und entschieden, die Entschärfung zu vertagen. Nach Polizeiangaben war dies möglich, weil von dem Blindgänger keine unmittelbare Gefahr ausgeht.





