Oranienburg – Den Einwohnern von Oranienburg (Oberhavel) bleibt die Entschärfung einer weiteren Bombe in ihrer Innenstadt erspart. Ein in der vergangenen Woche gefundener metallischer Gegenstand südlich der Bahnbrücke an der Bernauer Straße konnte als ein Drahtseil identifiziert werden, sagte der Stadtsprecher Björn Lüttmann am Mittwoch. Wenn der Gegenstand eine Bombe gewesen wäre, hätte für die Entschärfung im Umkreis von 1.200 Metern gesperrt werden müssen. Das wäre der größte Sperrkreis in der Geschichte Oranienburgs gewesen.
Vor etwa einem Monat hat die Deutsche Bahn mit einer strategischen Suche nach Bomben an den Gleisen begonnen. In Oranienburg werden nach letzten Schätzungen noch rund 300 Fliegerbomben im Boden vermutet. Bei den Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg waren über der Stadt nördlich von Berlin rund 22.000 Bomben niedergegangen.


