Nachdem ein sechsjähriger Junge aus Berlin beinahe in einem See im Germendorfer Tierpark (Oberhavel) ertrunken wäre, ermittelt die Polizei gegen die Mutter. Es werde geprüft, ob die 42-Jährige gegen ihre Fürsorge- und Aufsichtspflicht verstoßen habe, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Neuruppin.

Ob ein solcher Verstoß aber auch tatsächlich vorliege, müsse „sehr sorgfältig“ untersucht werden, betonte er. Zwei Zeugen hatten den in Not geratenen Jungen vor dem Ertrinken gerettet.

Das Kind hatte sich am Sonntag zuvor auf einem Spaziergang von seiner Mutter und deren 42 Jahre alten Lebensgefährten entfernt. Die beiden Zeugen, die ebenfalls aus Berlin stammen, sahen, wie der Junge in dem See unter Wasser geriet. Sie zogen den Sechsjährigen heraus und reanimierten ihn.

Das Kind kam ins Krankenhaus und schwebt laut Polizei mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Während das Kind im Wasser war, hätten die Eltern es bereits gesucht.

Das Gewässer auf dem Gelände ist nach Polizeiangaben als Badesee ausgewiesen, frei zugänglich und entsprechend tief. Im Jahr 2009 war ein 32-Jähriger dort ertrunken. Der Mann hatte mit seinem Hund gespielt und war an Kreislaufversagen gestorben.