Betrugsprozess

Revisor von Hilperts Hausbank gibt sich ahnungslos

Im Prozess gegen den Hotelier Axel Hilpert hat jetzt der Revisor von dessen Hausbank ausgesagt.

Im Betrugsprozess gegen den Hotelier Axel Hilpert hat sich der Revisor von dessen Hausbank DKB vor Gericht ahnungslos gegeben. Wirtschaftlichkeitsaspekte, ob sich die Hotelanlage „Resort Schwielowsee“ in Werder (Havel) rentiere, habe er nicht geprüft. Das sei nicht seine Aufgabe gewesen, auch nicht, ob Auflagen aus dem Fördermittelbescheid der Landesinvestitionsbank (ILB) eingehalten wurden.

Im Zeugenstand bestätigte er dagegen die Vollfinanzierung des Hotel-Projekts durch die DKB. Auch der Eigenkapital-Anteil, den Hilpert laut Bescheid hat aufbringen müssen, sei durch einen DKB-Kredit abgesichert worden. Der Revisor erklärte, dass die Aktenlage das Vorgehen der Bank rechtfertige.

Hilpert, der einst als Kunst-und Antiquitätenhändler beim DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski tätig war, muss sich seit Januar wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Untreue verantworten. Die Anklage wirft dem 64-Jährigen vor, die ILB getäuscht zu haben. Er soll die Investitionskosten für die Hotelanlage künstlich hochgerechnet und so 9,2 Millionen Euro Fördermittel zu Unrecht kassiert haben. Hilpert bestreitet das.