Ein einmotoriges Ultraleichtflugzeug ist am Sonnabend nahe Strausberg (Märkisch-Oderland) auf einem Acker abgestürzt – offenbar aus geringer Höhe. Denn die zwei Insassen haben das Unglück leicht verletzt überlebt. Nach Angaben von Augenzeugen konnten sich der 54 Jahre alte Pilot wie auch sein 32 Jahre alter Begleiter selbst aus der etwa 400 Kilogramm schweren Maschine befreien.

Gegen 12 Uhr hatte der Pilot über dem Strausberger Flugplatz eine Platzrunde drehen wollen. Nach Angaben der Polizei habe er im Verlauf des Fluges einen Motorschaden an seiner Maschine festgestellt und wollte notlanden. Doch bis zu der etwa einen Kilometer entfernt gelegenen Landebahn hatte der Mann sein Ultraleichtflugzeug nicht mehr in der Luft halten können. Ihm blieb nur die Notlandung auf einem erst vor wenigen Tagen abgeernteten Feld unmittelbar neben dem Mast einer Hochspannungsleitung.

Beim Aufsetzen auf dem weichen Boden wurde die Maschine so stark abgebremst, dass sie nicht ausrollte, sondern abrupt zum Stehen kam, sich überschlug und kopfüber liegen blieb. Experten untersuchen jetzt den Unfallhergang und die Ursache für den von dem Piloten geschilderten Motorausfall. Die Polizei ermittelt gegen den Piloten wegen des Verdachts der Gefährdung des Luftverkehrs.

Ende Mai hatte die Kollision zweier Sportflugzeuge nahe Potsdam mehrere Todesopfer gefordert. Im Gegensatz zu dem Unglück bei Strausberg war dieser Zwischenfall auf dem Flugplatz Saarmund auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Dort waren am 21. Mai ein Ultraleicht- und ein Segelflugzeug in der Luft zusammengeprallt. Das Segelflugzeug wurde gerade beim Starten von einer Seilwinde gezogen, als es in etwa 300 Metern Höhe gegen das Ultraleichtflugzeug stieß. Beide Flugzeuge stürzten ab und zerschellten am Boden. Die drei Insassen überlebten den Absturz nicht. Der Ultraleichtflieger war im zwölf Kilometer entfernten Schönhagen gestartet und befand sich auf einem Rundflug.

plet