Saarmund bei Potsdam

Kein Technikversagen bei Flugzeugabsturz

Die ersten Untersuchungen der Kollision zweier Sportlugzeuge in Saarmund bei Potsdam, bei der im Mai drei Menschen gestorben waren, haben ergeben, dass der Unfall nicht durch technisches Versagen verursacht wurde. Auch die Piloten waren gesund.

Die Kollision zweier Sportflugzeuge Ende Mai nahe Potsdam mit drei Toten ist nach bisherigen Ermittlungen nicht durch technisches Versagen verursacht worden. Das habe die Untersuchung des Unglücks ergeben, teilte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig am Dienstag auf dpa-Anfrage mit.

Zudem stehe nach der Obduktion der Leichen der Piloten fest, dass beide Männer zum Zeitpunkt des Absturzes gesund waren. Über dem Flugplatz Saarmund (Potsdam-Mittelmark) waren am 21. Mai ein Ultraleicht- und ein Segelflugzeug in der Luft zusammengeprallt.

Das Segelflugzeug wurde gerade beim Starten von einer Seilwinde gezogen, als es in etwa 300 Metern Höhe gegen das Ultraleichtflugzeug stieß. Beide Flugzeuge zerschellten am Boden, für die drei Insassen kam jede Hilfe zu spät. Im Leichtflugzeug starben zwei Berliner – der 48 Jahre alte Pilot und ein 60-jähriger Mann. In dem Segelflugzeug kam ein 58-Jähriger aus Potsdam ums Leben.

Der Ultraleichtflieger war im zwölf Kilometer entfernten Schönhagen gestartet und absolvierte der Bundesstelle zufolge einen halbstündigen Rundflug. Warum der Pilot etwa 300 Meter hoch über dem Flugplatz Saarmund flog, werde weiter untersucht, sagte der Sprecher. Derartige Flugplätze sollen nach Sicht in einem ausreichenden Sicherheitsabstand überflogen werden. An den Ermittlungen beteiligt sich auch die Potsdamer Staatsanwaltschaft. Ein Datum für die Vorlage des Abschlussberichts zu dem Unglück wurde nicht genannt.