Hells Angels Nomads

Ehemaliger Rocker-Chef bei Berlin niedergestochen

Der Ex-Präsident der Hells Angels Nomads ist bei einer Messer-Attacke in Brandenburg verletzt worden. Hokko B. war bereits 2009 aus dem Rocker-Club ausgeschlossen worden.

Der frühere Präsident der Berliner Rockerbande Hells Angels Nomads ist in Altlandsberg (Märkisch-Oderland) östlich von Berlin von unbekannten Tätern niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Das Landeskriminalamt Brandenburg ermittelt wegen versuchten Mordes.

Bekannt ist allerdings, dass der in der Szene Hokko B. genannte Rocker bereits 2009 seinen Club verlassen musste, weil er in die Vereinskasse gegriffen haben soll. Deswegen hatte sein Ausschluss auch den Status des „Out in bad standing“. Dies bedeutet, dass er jederzeit mit Angriffen von Vereinsmitgliedern rechnen muss.

Szenekundige Beamte hatten sich gewundert, dass Hokko B. seit seinem Ausschluss immer noch unbehelligt in Berlin unterwegs war. „Ein Angriff von Hells Angels ist ebenso denkbar wie von verfeindeten Rockern, denen er in seiner Zeit als „Hells Angels“-Präsident Schaden zugefügt hatte“, hieß es.

Hokko B. war Träger des Abzeichens „Filthy Few“, was den 50-Jährigen jahrelang in den Fokus bundesweit agierender Ermittlungsbehörden brachte. Das Abzeichen, so der Hells-Angels-Aussteiger Ulrich Detrois, erhalten Mitglieder für einen erfolgreich ausgeführten Mordauftrag. Dieses kann sich jeder Hells Angel anheften, der schon mindestens einen Mord begangen hat.

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