Im Fall des Polizistenmordes von Lauchhammer sind die Ermittler weiter von der Schuld eines 37-jährigen Tatverdächtigen überzeugt. Die Polizei hatte ihn am Mittwoch zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen festgenommen, musste die beiden aber wieder laufen lassen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft, ob sie Beschwerde gegen die entsprechende Entscheidung des Amtsgerichts Cottbus einlegt, sagte Behördenleiter Bernhard Brocher.
Die Haftrichterin hatte es am Donnerstag abgelehnt, einen Haftbefehl gegen einen 37-jährigen Mann zu erlassen. Nach Angaben des Cottbuser Amtsgerichtsdirektors Wolfgang Rupieper besteht bei ihm kein dringender Tatverdacht und die Indizien für einen Haftbefehl reichten nicht aus. Für den zweiten Verdächtigen im Alter von 28 Jahre sei kein Haftantrag gestellt worden. Demzufolge sind beide Männer aus Gröditz im sächsischen Landkreis Meißen wieder auf freien Fuß.
Ein 46-jähriger Polizist war am 23. November 2009 in Lauchhammer getötet worden. Seine Leiche war mit Stich- und Kopfverletzungen vor seiner Garage in Lauchhammer-Ost gefunden worden. Zum Tatzeitpunkt war er nicht im Dienst, er trug keine Uniform. Die Täter flüchteten mit dem Auto des Opfers nach Sachsen. Bei zwei bereits im März vorübergehend festgenommenen Personen aus Lauchhammer hatte sich der Tatverdacht nicht bestätigt. Sie wurden damals ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt. Für die Aufklärung des Mordes haben Justiz- und Innenministerium eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.
dpa/ap





