Seit 2016 wachsen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin Gemüse und Kräuter. Auf dem Campus Wilhelminenhof an der Wilhelminenhofstraße 75A in Oberschöneweide gründeten Studenten damals einen urbanen Garten. Nun wird dessen zehnjähriges Bestehen gefeiert mit einem Sommerfest am Samstag, 4. Juli, ab 13 Uhr. Dazu eingeladen sind neben der Hochschulgemeinschaft auch Anwohner in einer Gegend, die weniger für grüne Gärten, sondern mehr für versiegelte ehemalige Industrieorte bekannt ist.

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Das Urban-Gardening-Projekt startete im Winter 2015. Auf einer Brache neben Gebäude H direkt an der Spree wurden damals die ersten Hochbeete errichtet. Zuvor hatte die Hochschulleitung grünes Licht gegeben. Die Idee stammte von Zeki, einem Studenten des Fachs Regenerative Energien. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda fand sich eine Gruppe interessierter Studentinnen und Studenten zusammen, welche die Idee in die Tat umsetzte.

Urban Garden auf dem Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin)
An der HTW Berlin haben Studenten vor zehn Jahren einen Garten direkt am Ufer der Spree aufgebaut. Dort wachsen unter anderem auch Sonnenblumen.© HTW Berlin | Nikolas Fahlbusch

HTW Berlin: Was der Garten an der Spree bewirkt hat

Im Frühling 2016 wurden vier Bienenvölker mit rund 40.000 Bienen dazugeholt. Die Grundlagen des Imkerhandwerks können die Studenten im allgemeinwissenschaftlichen Ergänzungsfach „Bienenwirtschaft“ erlernen. In den Hochbeeten wachsen seitdem beispielsweise Erdbeeren und Rucola, Möhren und Zucchinipflanzen. Der Garten wurde auch für Bewohner aus dem Kiez geöffnet, die sich dort um eigene Beete kümmern können.

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Studenten der HTW Berlin berichteten schon wenige Monate nach der Gründung des Gartens davon, dass sich durch die Gartenarbeit Freundschaften entwickelt hatten. Das habe auch die Atmosphäre auf dem Campus Wilhelminenhof verbessert. Der urbane Garten ist heute auch dazu da, Ideen auszutauschen und die Gemeinschaft zu fördern. „Das Projekt verbindet Hochschule und Stadtteil auf besondere Weise und schafft Raum für Begegnungen über Fach-, Alters- und Berufsgrenzen hinweg“, teilte die HTW Berlin mit.

Urban Garden auf dem Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin)
Die Hochbeete werden nicht nur von Studenten und Mitarbeitern der HTW Berlin genutzt und gepflegt, sondern auch von Anwohnern.© HTW Berlin | Nikolas Fahlbusch

Studenten wollen sich auch in Zukunft um das Projekt kümmern

„Zehn Jahre Urban Garden zeigen, wie viel gemeinschaftliches Engagement, Nachhaltigkeit und Kreativität an der HTW Berlin bewegen können. Das Sommerfest bietet die Gelegenheit, diese Entwicklung gemeinsam zu feiern und neue Ideen für die Zukunft zu sammeln“, sagt Holger Martin vom Urban-Garden-Team. Sein Schwerpunkt liegt auf der technischen Weiterentwicklung, die die Urban Garden Technik AG vorantreibt. Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit den Themen Dachbegrünung, vertikale Pflanztechniken und automatische Bewässerungslösungen bis hin zur Farmrobotik.

Urban Garden auf dem Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin)
Im urbanen Garten auf dem Areal der HTW Berlin gedeihen verschiedene Kräuter. Im Hintergrund zu sehen: der Peter-Behrens-Bau.© HTW Berlin | Nikolas Fahlbusch

„Der Urban Garden hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem besonderen Ort auf dem Campus entwickelt. Beim Sommerfest stehen Begegnung, Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt“, so die HTW Berlin in einer Mitteilung. Interessierte können dabei den Garten erkunden, mit Aktiven ins Gespräch kommen und an einer Tombola teilnehmen.

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Es soll dabei aber nicht nur darum gehen, auf die Entwicklung des Projekts zurückzublicken. Vielmehr geht der Blick auch in die Zukunft. „Der Urban Garden soll weiterhin ein Ort bleiben, an dem Nachhaltigkeit praktisch erfahrbar wird und Menschen gemeinsam ihren Campus und ihren Kiez gestalten“, betont die Hochschule. Studenten, die sich beim Gärtnern engagieren wollen, sind dort immer willkommen. Grundsätzlich können auch andere Interessierte mitwirken. Allerdings: Aufgrund der hohen Nachfrage kann die Studierendeninitiative derzeit keine weiteren externen Mitglieder aufnehmen.