Nachdem invasive Arten wie zum Beispiel Götterbaum und Ambrosia bereits seit Jahren Probleme in Berlin machen, kommt nun eine neue Pflanze hinzu, die nicht hierher gehört. Es handelt sich um das Orientalische Zackenschötchen (Bunias orientalis), eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Die buschig wachsende Staude kann bis zu anderthalb Meter in die Höhe wachsen und blüht bereits im ersten Jahr nach der Keimung. Von Mai bis August zeigt sie sich mit gelben Blüten, weswegen sie leicht mit Raps zu verwechseln ist.
Treptow-Köpenick: Helfer regelmäßig mit Ausstechen der Wurzeln beschäftigt
Ursprünglich in Sibirien bis Ost- und Südosteuropa beheimatet, breitet sich das Orientalische Zackenschötchen inzwischen immer großflächiger in Deutschland aus. Es wird daher als potenziell invasive Art eingestuft. „Die konkurrenzstarke Pflanze bildet Dominanzbestände, die zu einer Verarmung von artenreichen Pflanzengesellschaften führen können. Für blütenbesuchende Insekten bedeutet die Abnahme der Pflanzenvielfalt eine Reduktion des Nahrungsangebots“, teilt das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit.
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Mittlerweile wird im südöstlichen Bezirk bereits gegen die Ausbreitung der Pflanze gekämpft. „Auf den artenreichen Flächen der Hirschgartenwiesen kommen einige in Berlin selten gewordene oder gefährdete Pflanzenarten vor. Das konkurrenzstarke Zackenschötchen könnte diese Arten schwächen oder verdrängen“, erläutert die Behörde. „Um dies zu verhindern, wird das Zackenschötchen dort regelmäßig von ökologischen Bundesfreiwilligen des Umwelt- und Naturschutzamtes durch Ausstechen der Wurzeln entfernt.“
Folien sollen verhindern, dass die invasive Art Licht bekommt
Im Oktober dieses Jahres sind nach Auskunft des Bezirksamts auf den Hirschgartenwiesen unweit der Erpe testweise Folien ausgelegt worden. Diese sollen die lichtliebende Pflanze am erneuten Austreiben hindern. „Die Folien werden in regelmäßigen Abständen versetzt, um die Keimung der im Boden ruhenden Samen zu ermöglichen. Anschließend werden die Jungpflanzen wieder abgedeckt. So wird ihnen das zum Wachsen nötige Licht genommen, und die Pflanzen sterben ab“, erläutert das Amt das Vorgehen.
Da die Samen des Orientalischen Zackenschötchens über mehrere Jahre im Boden überdauern können, werde die Maßnahme voraussichtlich für zwei bis drei Jahre durchgeführt.
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Der NABU empfiehlt auf seiner Internetseite, dass beim Entfernen der Pflanze unbedingt Handschuhe zu tragen sind. „Zwar wird dieser Einwanderer in seiner Heimat zum Beispiel in Suppen gegessen, doch scheint die Pflanze auch Hautallergien auszulösen“, heißt es in einem Bericht aus dem August 2024. Am besten, so der NABU, werden die Pflanzen an einem gesicherten Brandplatz aufgeschichtet und komplett verbrannt.




