Der Geduldsfaden bei Anwohnern wegen der seit Monaten gesperrten Wegedornbrücke über den Teltowkanal nahe dem Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof ist mittlerweile gerissen. Auf die jüngst erfolgte Ankündigung des Bezirksamts Treptow-Köpenick, dass sich die Bauarbeiten in der Wegedornstraße nun noch einmal deutlich verlängern, setzte es bei Facebook wütende Kommentare.
Gesperrte Wegedornbrücke: Anwohner lassen ihren Frust raus
„Die Steuerzahler, die hier in Altglienicke wohnen, werden seit Monaten vertröstet! Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wird es echt zugemutet über Monate, manchmal stundenlanges Anstehen an der Umleitung! Ich finde das schon ziemlich frech“, schrieb dort jemand. „Alter, ist das euer Ernst? Bekommt Ihr das Chaos mit über die marode Straße? Diese Baustelle spiegelt das Versagen perfekt da! Solche Baustellen sorgen dafür, dass man auf Öffis nicht umsteigen braucht“, ein anderer.
Grund für den Unmut ist, dass die Bauarbeiten auf der Havarie-Baustelle in der Wegedornstraße nun bis März 2025 andauern werden. Nach Auskunft des Bezirksamts wurde der Baubereich am 2. Dezember vom Autohaus bis zur Kreuzung Rudower Straße erweitert. Das Straßen- und Grünflächenamt habe damit begonnen, im gesamten Abschnitt zwischen der Semmelweiß- und der Rudower Straße die Fahrbahn aufzubrechen.
Diese nächsten Schritte stehen in der Wegedornstraße an
Im nächsten Schritt werden dann die Berliner Wasserbetriebe den Regenkanal und die Schachtanlagen erneuern. Im Zuge der Arbeiten wird das Straßen- und Grünflächenamt dann auch die Bushaltestellen im Baubereich mit sogenannten Sonderbordanlagen („Kasseler Borden“) ausstatten. Diese haben den Vorteil, dass ein Bus mit seinen Reifen ohne allzu großen Verschleiß darauf auffahren kann. Nach Abschluss der Arbeiten durch die Wasserbetriebe wird der Bezirk dann mit dem Straßenbau beginnen und die Fahrbahn wiederherstellen.
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Laut dem Bezirk wird der Bereich von der Rampe in der Wegedornstraße bis zum Ernst-Ruska-Ufer einschließlich der Kreuzung mit der Semmelweißstraße voraussichtlich ab März wieder befahrbar sein. Die Erweiterung des Baubereichs vom Autohaus bis zur Rudower Straße soll nach aktuellem Stand bis Ende März fertiggestellt werden. Allerdings versieht das Bezirksamt diesen Plan mit folgendem Hinweis: „Die genannte Zeitschiene kann sich durch einen Wintereinbruch verschieben. In diesem Fall wird das Bezirksamt erneut informieren.“
Auslöser war ein Hitzeschaden auf der Fahrbahn
Dabei wurde die Bauzeit an der Havariestelle schon zum wiederholten Male verlängert. Dicht ist die Wegedornbrücke bereits seit dem Abend des 21. Juli. Damals war ein sogenannter „Blow-up“, ein hitzebedingter Straßenschaden, aufgetreten. Der Fahrbahnbelag aus Beton war teilweise aufgebrochen.

Zunächst war nur von ein paar Tagen Reparaturzeit die Rede. Dann hieß es, die Baustelle werde bis Ende Oktober bleiben, weil die Wasserbetriebe Arbeiten an den Trinkwasserleitungen durchführen wollten. Anfang Oktober wurde informiert, dass die Baustelle bis Ende November bleibt – und nun schließlich die Verlängerung bis März, was letztlich eine Bauzeit von acht Monaten bedeutet.
Für Autofahrer bringt das deutliche Umwege mit sich, genau wie für die BVG, deren Buslinien 160, 162, 164 und N60 normalerweise über die Wegedornbrücke fahren. Fußgänger und Radfahrer können die Wegedornbrücke dagegen weiterhin überqueren.



