Bauwerk marode

Salvador-Allende-Brücke wird für zehn Monate gesperrt

Die Salvador-Allende-Brücke in Köpenick muss wegen Rissen im Beton bereits ab Donnerstagabend für Autos gesperrt werden.

Stau an der teilweise gesperrten Salvador-Allende-Brücke

Stau an der teilweise gesperrten Salvador-Allende-Brücke

Foto: Gregor Fischer/dpa

Berlin. 28.000 Autos und Busse fahren jeden Tag über die Salvador-Allende-Brücke in Köpenick. Sie ist eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Südosten der Hauptstadt.

Nun muss die Brücke aber komplett für Autos gesperrt werden, und zwar schon ab Donnerstagabend, wie die Senatsverwaltung für Verkehr am Donnerstag mitteilte. Am Morgen seien im Beton Risse entdeckt worden. Es habe sich gezeigt, dass sich ein Brückenwiderlager geneigt hat. Der rechnerische Nachweis der Standsicherheit sei damit nicht mehr gegeben. Derzeit werde die Sperrung vorbereitet. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren. Von der Sperrung sind folgende Buslinien betroffen: X69, N67, 169 und 269.

Die Sperrung wird etwa zehn Monate dauern. Fußgänger und Fahrradfahrer können die Brücke weiterhin passieren. Schon seit Jahren wird die Brücke über die Müggelspree abgerissen und saniert. Bislang war aber noch ein Teil befahrbar, während der andere saniert wurde. Für den Ersatz sind 37 Millionen Euro veranschlagt, Mitte 2021 soll das Bauwerk fertig sein.

In Berlin müssen etwa 50 Brücken saniert werden, darunter die Elsenbrücke in Treptow. Bis 2028 können Autofahrer dort lediglich auf zwei statt drei Spuren pro Richtung die Spree queren. Auch die Mühlendammbrücke in der Nähe des Alexanderplatzes soll in etwa fünf Jahren wegen irreparabler Schäden abgerissen werden. Der Neubau der Rudolf-Wis­sell-Brücke als Teil der Stadtautobahn A100 wird nach Angaben der Verwaltung „nicht vor 2023“ beginnen.

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