Der nächste Sommer kommt bestimmt: Das marode Strandbad Müggelsee wird saniert. Der Baubeginnt ist für Herbst 2019, spätestens 2020 avisiert, heißt es beim zuständigen Bezirksamt Treptow-Köpenick. Derzeit liegen die Planungen für das Baudenkmal noch beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zur Prüfung. Während der Sanierung soll der öffentliche Badebetrieb weitergehen, allerdings wird der historische Zugang dann durch einen anderen Eingang ersetzt. Die große Treppe aus den 70er-Jahren an der Terrasse wird abgetragen, ersetzt durch eine kleinere Variante nach historischem Vorbild aus den 30er-Jahren.

Der Ostflügel, der aufgrund von schwerer Schädigung nicht nutzbar ist, soll nach der Sanierung ein Café bekommen. Das Funktionsgebäude an der Westseite wird mit einer Heizung ausgestattet, dort sind die Umkleidekabinen und WCs untergebracht. Der Mittelbau ist nach wie vor für Läden und Imbiss reserviert. Nach einem Betreiber für die Gesamtanlage wird gesucht. Ob im Mehrzweckgebäude wieder eine Saunalandschaft entstehen wird, ist vom Nutzungskonzept abhängig. Die Dauer der Generalsanierung liegt bei zwei bis zweieinhalb Jahren.

Die Sanierungskosten sind mit 12,6 Millionen Euro allerdings höher als geplant. Ursprünglich waren acht Millionen im Gespräch. „Die Bausubstanz wurde im Laufe der Jahre immer schlechter“, heißt es in der Behörde. Durch mangelhafte Abdichtungen sind die Gemäuer feucht. Vier Millionen Euro davon übernimmt der Bund, vier das Land Berlin.

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