Der Schmuggel hätte 700.000 Dollar bringen sollen, doch endete für die früheren Spreepark-Besitzer in einem Desaster. In einem Mast des Fahrgeschäfts "Fliegender Teppich" sollten 167 Kilogramm Kokain von Peru nach Berlin transportiert werden. Nachdem das Geschäft mit dem Freizeitpark in Berlin in einer Pleite endete, entschied die Familie 2002, gemeinsam nach Lima in Peru überzusiedeln. Auch die engsten Mitarbeiter waren dabei. Als das Geschäft jedoch auch dort nicht funktionierte, sollte es 2003 wieder zurückgehen nach Berlin - mit 167 Kilogramm Kokain im Gepäck.

Doch der Schmuggel fiel auf. Als Verantwortlicher für die geplante Straftat gilt der Vater der Familie. Vor dem Start der Aktion erlitt er einen Herzinfarkt und musste daraufhin nach Deutschland geflogen werden. Nach seiner Genesung wurde er jedoch verurteilt und saß mehrere Jahre im Gefängnis ein.

Der Spreepark in Berlin

Der Spreepark im Berliner Plänterwald wurde am 4. Oktober 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eingeweiht.
Der Spreepark im Berliner Plänterwald wurde am 4. Oktober 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eingeweiht.© Krauthoefer | Krauthoefer
Der Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark war der einzige ständige Freizeitpark der DDR.
Der Volkseigene Betrieb (VEB) Kulturpark war der einzige ständige Freizeitpark der DDR.© picture alliance / Geisler-Fotop | Thomas Bartilla/Geisler-Fotopres
Kaputter Dinosaurier im Spreepark im Plänterwald (Foto: dpa Bildfunk)
Die Hauptattraktion bildete das 40 Meter hohe Riesenrad.© Rundfunk Berlin-Brandenburg

Seit Jahren rottet der Spreepark vor sich hin. Ein Konzept für die Weiternutzung gibt es immer noch nicht
Seit Jahren rottete der Spreepark vor sich hin. © picture alliance / dpa | dpa Picture-Alliance / Paul Zinken

20 Jahre Haft für Marcel Witte

Obwohl der Sohn der Familie bis heute seine Unschuld beteuert und sagt, er habe nichts mit dem geplanten Schmuggel zu tun, wurde er 2003 in Lima zu 20 Jahren Haft verurteilt. Auch sein Vater hatte die Unschuld des Sohne mehrfach beteuert. Wittes Mutter hatte auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, eine Lösung für die Rückkehr ihres Sohnes nach Deutschland zu finden.

In diesem Gefängnis in Peru, dem Sarita Colonia, saß der Sohn der Spreepark-Familie, Marcel Witte, wegen geplanten Kokainschmuggels ein
In diesem Gefängnis in Peru, dem Sarita Colonia, saß der Sohn der Spreepark-Familie, Marcel Witte, wegen geplanten Kokainschmuggels ein© dpa

Witte war in dem berüchtigten Gefängnis Sarita Colonia inhaftiert. Er soll mehrfach krank gewesen sein. Wie nun bekannt wurde, durfte Marcel Witte am vergangenen Freitag nach Berlin zurückkehren. Seine Reststrafe wird er im Gefängnis in Moabit absitzen.

dpa/dmr