Ende April hat der verkehrssichere Umbau der Schöneberger Straße in Tempelhof-Schöneberg begonnen. Das teilte die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mit. In einem ersten Schritt werde die große Ampelkreuzung an der A100-Zufahrt und der Alboinstraße umgebaut, hieß es. Im Anschluss sollen Radverkehrsanlagen eingerichtet werden. Die Verkehrssteuerung werde an mehreren Ampelanlagen optimiert.

Während der Bauarbeiten regelt eine temporäre Ampelanlage den Verkehr. An dem Knoten wird unter anderem die Mittelinsel auf der Schöneberger Straße für eine neue Führung der Fahrstreifen verkleinert und die Kreuzung für den Fußverkehr barrierefrei umgebaut. Für eine flexiblere Ampelsteuerung bei Stau werden Induktionsschleifen in die Fahrbahn verlegt und Kameras installiert.

Vorfahrt für BVG-Busse

Die Ampelschaltung an der Schöneberger Straße, am A100-Anschluss, an der Alboinstraße und am Nachbarknoten Schöneberger Straße und Ringbahnstraße soll so umprogrammiert werden, dass linksabbiegende Fahrzeuge eine eigene Ampelphase erhalten. Für den Radverkehr werden an beiden Kreuzungen Fahrradampeln installiert und ein gesichertes Linksabbiegen eingeführt.

Die BVG-Busse der Linie M46 sollen laut der Pläne in Zukunft zügiger vorankommen. Sie erhalten auf der Schöneberger Straße künftig mit Priorität „Grün“, indem sie sich per Funk an den Lichtsignalanlagen anmelden. Dazu werden die Anlagen mit einer entsprechenden Funkempfangs- und Auswerteeinheit ausgestattet.

Optimiert wird auch die Verkehrssteuerung an zwei Ampelanlagen auf dem Sachsendamm, deren Steuerung mit den Anlagen in der Schöneberger Straße verknüpft sind: an der Ausfahrt der Stadtautobahn A100 und an der Zufahrt zum Gewerbegebiet. Hier werden Kameras nachgerüstet, die den Autoverkehr erfassen und eine flexiblere Verkehrssteuerung ermöglichen.

Radfahrstreifen wird verlängert und verbreitert

Zu guter Letzt sollen auch Radfahrende in dem Bereich sicherer unterwegs sein. Der neue Radfahrstreifen auf der Schöneberger Straße von der Alboinstraße bis zur Kreuzung mit der Eresburgstraße und Borussiastraße soll deshalb 2,38 Meter breit und 555 Meter lang sein. Als Schutz werden Betonschwellen montiert.

Den Umbau der Kreuzung, die neuen Fahrradampeln, die Radverkehrsanlagen und die Programmierung der neuen Ampelschaltung organisiert die GB infraSignal GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

BM